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Benčić in Gospić: Das ist der größte Ökozid des Jahrzehnts

Die Koordinatorin von Možemo forderte das Umweltministerium auf, die illegale Deponie für gefährlichen Abfall sofort zu sanieren, und verlangte politische Verantwortung von Ministerin und Staatlicher Inspektion.

Foto: Wikipedia (Sandra Benčić)
Kurz gesagt
  • Sandra Benčić erklärte die illegale Deponie in Gospić zum größten Ökozid der letzten Jahrzehnte.
  • Das Ministerium wusste laut ihren Angaben eineinhalb Jahre von dem Problem, reagierte aber nicht.
  • Gefährliche 'ewige Chemikalien' wurden im Grundwasser gefunden, das Leitungswasser ist jedoch weiterhin einwandfrei.
  • Gefordert wurden sofortige Sanierung und politische Verantwortung von Ministerin und Staatlicher Inspektion.

Die Koordinatorin der Partei Možemo, Sandra Benčić, hat am Samstag von der illegalen Deponie für gefährlichen Abfall in Gospić aus einen scharfen Appell an das Ministerium für Umweltschutz und grüne Transformation gerichtet, unverzüglich mit der Sanierung zu beginnen. Sie beschrieb den Ort als Schauplatz des größten Ökozids der letzten Jahrzehnte und warnte, dass die finanziellen Folgen für alle Bürger langwierig sein würden.

"Dies ist der Ort, an dem der kroatische Staat seine Kapitulation zugelassen hat. Und zwar eine Kapitulation zugunsten von Profiten, die in privaten Taschen geblieben sind. Der Schaden bleibt, nicht nur für die Bürger von Gospić, und zwar ein unermesslicher Schaden, sondern auch ein finanzieller Schaden für alle Bürger der Republik Kroatien, die die Sanierung bezahlen müssen", erklärte Benčić.

Ministerium seit eineinhalb Jahren ohne Reaktion

Benčić behauptete, dass die Institutionen mindestens eineinhalb Jahre von der illegalen Abfallentsorgung wussten, aber nichts unternommen haben. "Seit mindestens eineinhalb Jahren weiß das Ministerium, dass hier illegal Abfall entsorgt wurde und dass möglicherweise auch gefährlicher Abfall vorhanden ist, dessen Chemikalien ins Grundwasser eindringen können", sagte sie.

Sie fügte hinzu, dass genau diese lange Untätigkeit nun ein zusätzliches Problem geschaffen habe, da die Sanierung nicht im Eilverfahren gestartet werden könne. "Jetzt sagen sie, man müsse noch warten, weil man eine öffentliche Ausschreibung durchführen müsse. In die öffentliche Ausschreibung müsste man nicht gehen, wenn man sofort nach Kenntnisnahme wegen der Dringlichkeit mit der Sanierung begonnen hätte. Aber weil sie eineinhalb Jahre auf diesen Informationen 'sitzen' und nichts tun, werden wir diese Ausnahme von der europäischen Regel nicht nutzen können, dass wir wegen der Dringlichkeit nicht auf die öffentliche Ausschreibung warten müssen", betonte sie.

Gefährliche Chemikalien im Grundwasser

Besonders alarmierend ist die Warnung vor der Verschmutzung des Grundwassers. "Gestern und vorgestern haben wir schreckliche Daten gehört, dass leider gefährliche Chemikalien ins Grundwasser ausgetreten sind und flussabwärts gefunden wurden. Das sind sogenannte ewige Chemikalien. Zum Glück ist das Leitungswasser für die Bürger von Gospić immer noch von guter Qualität", betonte Benčić.

Die Koordinatorin von Možemo forderte konkrete politische Konsequenzen für die Verantwortlichen. "Wir fordern auch, dass die Ministerin sowie alle anderen in der Kette, einschließlich der Staatlichen Inspektion, politische Verantwortung übernehmen. Das ist eine Folge von Korruption, das ist eine Folge des HDZ-Modells der Verwaltung Kroatiens. Dieser Schaden, der hier an diesem Ort entstanden ist, ist ein Schaden, den Generationen bezahlen werden", sagte sie.

"Und deshalb, fügte sie hinzu, müssen wir ihnen sagen, Stopp, deshalb müssen wir ihnen sagen, Lebewohl", schloss Benčić.

Häufige Fragen
Was hat Sandra Benčić in Gospić gesagt? +
Sie forderte das Umweltministerium auf, sofort mit der Sanierung der illegalen Deponie für gefährlichen Abfall zu beginnen, und verlangte politische Verantwortung von Ministerin und Staatlicher Inspektion.
Wie lange wussten die Institutionen von dem Problem? +
Nach Angaben von Sandra Benčić wusste das Ministerium mindestens eineinhalb Jahre von der illegalen Abfallentsorgung, unternahm aber nichts.
Sind gefährliche Chemikalien ins Grundwasser gelangt? +
Ja, laut Benčić wurden gefährliche Chemikalien, sogenannte ewige Chemikalien, flussabwärts der Deponie im Grundwasser gefunden, aber das Wasser aus der städtischen Wasserversorgung ist vorerst trinkbar.
Wer wird die Sanierung der Deponie bezahlen? +
Sandra Benčić warnt, dass die finanziellen Schäden der Sanierung aufgrund der Untätigkeit der Institutionen letztendlich alle Bürger der Republik Kroatien tragen werden.

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