Nach Jahren starker Abwanderung verzeichnet Knin positive demografische und wirtschaftliche Fortschritte. Die Stadt, die heute etwas mehr als 11.000 Einwohner zählt, verzeichnete laut Daten, die HRT am 5. August 2026 veröffentlichte, im vergangenen Jahr einen Anstieg der Erstklässler um 30 Prozent sowie 30 Prozent mehr Kinder in der Kita. Gleichzeitig wurden über 400 Gewerbebetriebe registriert, und die Arbeitslosenzahl sank auf den niedrigsten Stand der letzten drei Jahrzehnte.
Rückkehr aus Zagreb: 'Entscheidung in wenigen Minuten'
Zu denen, die beschlossen haben, das Leben in der Metropole gegen Knin einzutauschen, gehören Mihovil Budanko und Dora Mlinarić. Sie zogen während der Pandemie aus Zagreb um, und sechs Jahre später betrachten sie diese Entscheidung als eine der besten ihres Lebens. Budanko, der heute eine eigene Tourismusagentur leitet und Mitbegründer eines Leichtathletikvereins ist, erinnerte sich daran, wie alles begann.
"Nach meiner Ankunft hier habe ich mich auf eine Stellenausschreibung beworben. Gesucht wurde ein Leiter einer Tourismusagentur, was meinem Beruf entspricht. Ich bekam die Stelle, und innerhalb weniger Minuten entschieden wir, dass wir versuchen würden, in Knin zu leben", sagte Budanko gegenüber HRT.
Er fügte hinzu, warum er seine Heimatstadt liebt.
"Knin ist meine Heimatstadt, die ich wirklich liebe, ein Ort, an dem man angenehm lebt, ein Ort mit wunderschöner Natur, guten Menschen, und das ist für mich Knin", sagte er.
Dora Mlinarić hat inzwischen ein eigenes Gewerbe angemeldet und ein Fitnessstudio eröffnet. "Ich habe mein eigenes Gewerbe für sportliche Aktivitäten, ich habe mein eigenes Fitnessstudio, in dem Frauen in Gruppen- und Einzeltrainings trainieren", erklärte sie.
Zugezogene aus Pula: 'Weniger Stress, mehr Zeit'
Auch Lucija Šćur aus Pula ist nach Knin gezogen, angezogen von einem Jobangebot und einer städtischen Wohnung, die für Mangelberufe vorgesehen ist. Für sie brachte der Umzug eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
"Es ist schön und ruhig, das Lebenstempo ist viel entspannter, es gibt weniger Stress und man schafft mehr. Ich bin wirklich zufrieden", betonte sie.
Zu den jungen Menschen, die ihre Zukunft in Knin sehen, gehört auch die Bauingenieurstudentin Dora Jurčević. "Ich persönlich habe alles, was ich brauche. Ich habe einen Ort, an dem ich einen Studentenjob machen kann, ich habe Orte, an denen ich mich vergnügen und ausgehen kann", sagte sie.
Bürgermeister: 'Im Gewerbegebiet gibt es keine freien Flächen mehr'
Bürgermeister Marijo Ćaćić bestätigte gegenüber HRT, dass die neuesten Indikatoren Optimismus verbreiten. Neben dem Anstieg der Erstklässler und Gewerbebetriebe hob er auch konkrete wirtschaftliche Fortschritte hervor.
"Einerseits wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Wir hatten eine große Investition von 15 Millionen Euro, und kürzlich wurde ein Zentrum eröffnet, in dem rund hundert Menschen Arbeit gefunden haben. Andererseits haben wir im Gewerbegebiet keine freien Flächen mehr", sagte Ćaćić.
Um den positiven Trend fortzusetzen, plant die Stadt den Bau neuer Gewerbegebiete. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium ist auch der Bau von 11 Einfamilienhäusern und einem Gebäude mit 84 Wohnungen geplant. In Knin glaubt man, dass gerade die Kombination aus neuen Arbeitsplätzen und der Lösung des Wohnungsproblems noch mehr junge Menschen dazu bewegen wird, zu bleiben oder zuzuziehen.