Krapina-Museum erhält Dachpavillon mit Bistro und Sommerbühne
Die 4,5 Millionen Euro teure Gestaltung bringt neue Angebote an einer der reichsten archäologischen Stätten Europas, das Museum bleibt während der Arbeiten für Besucher geöffnet.
Die 4,5 Millionen Euro teure Gestaltung bringt neue Angebote an einer der reichsten archäologischen Stätten Europas, das Museum bleibt während der Arbeiten für Besucher geöffnet.
Der Ausbau des Museums der Krapina-Neandertaler in Krapina, einem der meistbesuchten Museumsstandorte Kroatiens, hat begonnen. Die Arbeiten finden direkt auf dem Dach des Gebäudes statt, wo ein Pavillon mit Besucherzentrum, Sommerbühne und gastronomischen Angeboten entstehen wird, berichtete HRT Magazin am 12. August 2026.
Das Projekt wird aus europäischen Fonds und vom Kulturministerium mit insgesamt viereinhalb Millionen Euro finanziert, im Rahmen des europäischen Programms für Wettbewerbsfähigkeit und Kohäsion. Die Arbeiten sollen im nächsten Herbst abgeschlossen sein.
Der Direktor des Museums der Region Hrvatsko zagorje, Jurica Sabol, erklärte, dass es sich um eine moderne Ausstellungsgalerie und einen multifunktionalen Raum für Museumspädagogik handelt, der für Workshops gedacht ist. "Endlich werden wir auch ein Bistro direkt auf dem Museumsdach bekommen. Auch die Umgebung wird gestaltet", sagte Sabol gegenüber HRT Magazin.
Im Rahmen der Arbeiten werden auch neue Zugangswege, ein Kinderspielplatz und eine Sommerbühne mit etwa 200 Sitzplätzen gebaut. Das Museum bleibt während der gesamten Bauzeit für Besucher geöffnet, und für die großen und kleinen Bewohner von Krapina ist der Eintritt bereits jetzt kostenlos.
Das Museum der Krapina-Neandertaler zieht jährlich etwa 100.000 Touristen an. Cornelie Leopold aus Deutschland betonte, dass es "schön ist, durch die Geschichte der Menschheit zu spazieren", während Michal, ein Tourist aus Polen, hinzufügte: "Mein Sohn und ich lieben solche Museen, ich muss ihn unbedingt einmal hierher bringen."
Doch Besucher wünschen sich nach der Besichtigung oft auch zusätzliche Angebote. "Ich würde gerne einen Kaffee trinken", sagte der polnische Tourist, was am Fuße dieser archäologischen Stätte bisher oft nicht möglich war. Genau das wird sich mit dem neuen Bistro auf dem Museumsdach ändern.
Die Direktorin der Tourismusgemeinschaft Krapina, Nedjeljka Vodolšak, betonte, dass das zusätzliche Angebot eines der Finanzierungsziele war. "In den vergangenen Jahren waren wir eine Transitstadt, in die Polen und Tschechen auf dem Weg zur Adria kamen und wieder gingen, aber jetzt hat sich die Aufenthaltsdauer der Gäste erhöht", erklärte sie gegenüber HRT Magazin.
Dass das Museum bereits jetzt treue Besucher hat, bestätigt auch Eva Fekonja, die sagte: "Ich war schon oft im Museum, sehr oft, und mir gefallen die Skulpturen der Urmenschen, die wie echt aussehen." Nach Abschluss der Arbeiten werden die neuen Angebote auch der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stehen.