Eine Person ist gestorben, 172 wurden gerettet, nachdem die Fähre KM Putri Yasmin am Mittwoch, dem 12. August 2026, in der Lombokstraße in Flammen aufgegangen war, bestätigten die indonesischen Behörden. Die Fähre war vom Hafen Padangbai auf Bali in Richtung des Hafens Lembar auf der Nachbarinsel Lombok ausgelaufen, und das Feuer brach nach etwa einer halben Stunde Fahrt aus.
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wurden die Passagiere in die Häfen von Bali und Lombok in Sicherheit gebracht. Unter den Geretteten sind überwiegend indonesische Staatsbürger, aber auch ein Australier. Die Brandursache ist bislang unbekannt.
Wellen von bis zu vier Metern erschwerten die Rettung
Die Rettungsaktion, an der etwa 200 Personen beteiligt waren, wurde erheblich durch Wellen von bis zu vier Metern Höhe erschwert. Muhammad Hariyadi, Leiter der Such- und Rettungsbehörde in Mataram, sagte gegenüber Reuters: "Wir haben mehrere Evakuierungsschiffe verlegt und koordinieren mit anderen Schiffen, die sich in der Nähe des Unglücksorts befinden."
In einer früheren Phase der Operation sagte Hariyadi dem lokalen Fernsehsender Metro TV, dass zu diesem Zeitpunkt keine Meldungen über Opfer vorlägen, und fügte hinzu: "Wir haben uns dem Schiff genähert und bestätigt, dass sich keine Passagiere mehr an Bord befinden. Wir sehen visuell keine Passagiere auf dem Schiff."
Unsicherheit über die genaue Passagierzahl
Laut der Passagierliste sollten sich 114 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord der Fähre befinden, berichtete das brasilianische Portal G1 Globo. Die Zahl von 172 geretteten Personen deutet jedoch darauf hin, dass sich mehr Menschen an Bord befanden als offiziell registriert, was im indonesischen Fährverkehr keine Seltenheit ist.
Eine Reihe von Schiffsunglücken in Indonesien
Dieser Vorfall ist Teil einer besorgniserregenden Serie von Schiffsunglücken in Indonesien, einem Archipel aus 17.000 Inseln, der stark auf den Fährverkehr angewiesen ist. Im vergangenen Monat brannte die Fähre KM Mutiara Sentosa 2 in der Nähe der Insel Madura, wobei fünf Menschen ums Leben kamen. Letzte Woche gab es einen weiteren Fährbrand in der Nähe der Insel Java, ebenfalls mit fünf Todesopfern, wie Iraqi News berichtet.
Erst im vergangenen Monat sank eine Fähre mit mehr als 70 Menschen an Bord in der Nähe der Insel Selayar, südlich von Sulawesi. Dabei wurden vier Leichen gefunden, 14 Personen gelten als vermisst. Heri Wiyanto, Beamter des Hafens Padangbai, gab derzeit keine weiteren Details zur Ursache des jüngsten Brandes bekannt.