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Putin schickt tödliche Fregatten in die Ostsee

Russische Kriegsschiffe mit Hyperschallraketen erreichen die Tore Europas, Experte warnt davor, die Bedrohung zu unterschätzen.

Foto: Wikipedia (Baltičko more)
Kurz gesagt
  • Russland hat den Zerstörer Admiral Levchenko und die Fregatte Admiral Kasatonow in der Ostsee stationiert.
  • Die Fregatte Admiral Kasatonow kann Hyperschallraketen vom Typ Zirkon und Marschflugkörper vom Typ Kalibr abfeuern.
  • Experte Moric Brake warnt, dass Europa russische Drohungen nicht tolerieren darf.
  • Europäische Geheimdienste befürchten verstärkte hybride Angriffe auf die baltischen Staaten und Polen.

Russland hat seine Kriegsschiffe in der Ostsee stationiert, was eine potenzielle Bedrohung für die Länder der Region darstellt. Laut einem Bericht von Kurir.rs ist kurz nach dem Eintreffen des Zerstörers Admiral Levchenko auch die moderne Raketenfregatte Admiral Kasatonow, die zur russischen Nordflotte gehört, in die Ostsee eingelaufen.

Modernste russische Schiffe

Die Fregatte Admiral Kasatonow wurde 2020 in Dienst gestellt und gehört zur Admiral-Gorschkow-Klasse. Nach russischen Angaben kann sie Marschflugkörper vom Typ Kalibr und Hyperschallraketen vom Typ Zirkon abfeuern. Die Fregatte war zuletzt bei der Sicherung und Begleitung russischer Frachtschiffe im Mittelmeer und im Ärmelkanal eingesetzt.

Der Zerstörer Admiral Levchenko, der über 160 Meter lang ist, gehört zur sowjetischen Udaloy-Klasse und ist seit 1988 im Einsatz. Ursprünglich für die U-Boot-Abwehr konzipiert, ist er mit Luftabwehrsystemen, Torpedos und Schiffsgeschützen ausgerüstet und kann auch Hubschrauber an Bord nehmen.

Reaktion auf Sanktionen gegen die "Schattenflotte"

Die Stationierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kreml-Chef Wladimir Putin Europa mit Gegenmaßnahmen als Antwort auf die Sanktionen gegen die russische "Schattenflotte" droht. Moskau hat keine offizielle Erklärung zu den Gründen für diese Stationierung abgegeben, doch Russland setzt in den letzten Monaten zunehmend Kriegsschiffe zur Begleitung von Tankern und Frachtschiffen ein, die zu seiner "Schattenflotte" gehören.

Erst vor wenigen Tagen drohte Putin den europäischen Staaten, die Maßnahmen gegen die russische "Schattenflotte" ergreifen, mit reziproken Maßnahmen.

Experte: Drohungen nicht unterschätzen

Der Experte für maritime Sicherheit, Moric Brake, warnte davor, Putins Drohungen als bloße Rhetorik abzutun.

"Strategisch gesehen versucht Moskau in erster Linie, Unsicherheit zu erzeugen und die Kosten westlicher Maßnahmen gegen seine Schattenflotte zu erhöhen. Gerade deshalb darf Europa nicht den Eindruck erwecken, solche Drohungen würden toleriert, insbesondere wenn sie von konkreten Aktionen begleitet werden", sagte Brake gegenüber Bild.

Wie bereits berichtet, gehen europäische Geheimdienste davon aus, dass Russland seine hybriden Angriffe gegen die baltischen Staaten und Polen verstärken könnte, angesichts der wachsenden Sorge, dass Moskau die Länder, die die Ukraine unterstützen, weiter einschüchtern will.

Am selben Tag veröffentlichte die NATO auf ihrem offiziellen Profil ein Video über Aufklärungssoldaten, das ihre Arbeit weit vor den Hauptstreitkräften unter extremen Bedingungen zeigt.

Häufige Fragen
Welche Kriegsschiffe hat Russland in die Ostsee geschickt? +
Russland hat den Zerstörer Admiral Levchenko und die moderne Raketenfregatte Admiral Kasatonow aus der Nordflotte stationiert.
Mit welchen Raketen sind die russischen Schiffe bewaffnet? +
Die Fregatte Admiral Kasatonow kann nach russischen Angaben Marschflugkörper vom Typ Kalibr und Hyperschallraketen vom Typ Zirkon abfeuern.
Warum hat Russland Schiffe in die Ostsee geschickt? +
Moskau hat keine offizielle Erklärung abgegeben, aber der Schritt erfolgt nach Putins Drohungen mit Gegenmaßnahmen wegen der Sanktionen gegen die russische 'Schattenflotte'.
Was warnt der Experte Moric Brake? +
Brake warnt davor, Putins Drohungen als bloße Rhetorik abzutun, und fordert, dass Europa nicht den Eindruck erweckt, solche Drohungen zu tolerieren.

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