Putin schickt tödliche Fregatten in die Ostsee
Russische Kriegsschiffe mit Hyperschallraketen erreichen die Tore Europas, Experte warnt davor, die Bedrohung zu unterschätzen.
Russische Kriegsschiffe mit Hyperschallraketen erreichen die Tore Europas, Experte warnt davor, die Bedrohung zu unterschätzen.
Russland hat seine Kriegsschiffe in der Ostsee stationiert, was eine potenzielle Bedrohung für die Länder der Region darstellt. Laut einem Bericht von Kurir.rs ist kurz nach dem Eintreffen des Zerstörers Admiral Levchenko auch die moderne Raketenfregatte Admiral Kasatonow, die zur russischen Nordflotte gehört, in die Ostsee eingelaufen.
Die Fregatte Admiral Kasatonow wurde 2020 in Dienst gestellt und gehört zur Admiral-Gorschkow-Klasse. Nach russischen Angaben kann sie Marschflugkörper vom Typ Kalibr und Hyperschallraketen vom Typ Zirkon abfeuern. Die Fregatte war zuletzt bei der Sicherung und Begleitung russischer Frachtschiffe im Mittelmeer und im Ärmelkanal eingesetzt.
Der Zerstörer Admiral Levchenko, der über 160 Meter lang ist, gehört zur sowjetischen Udaloy-Klasse und ist seit 1988 im Einsatz. Ursprünglich für die U-Boot-Abwehr konzipiert, ist er mit Luftabwehrsystemen, Torpedos und Schiffsgeschützen ausgerüstet und kann auch Hubschrauber an Bord nehmen.
Die Stationierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kreml-Chef Wladimir Putin Europa mit Gegenmaßnahmen als Antwort auf die Sanktionen gegen die russische "Schattenflotte" droht. Moskau hat keine offizielle Erklärung zu den Gründen für diese Stationierung abgegeben, doch Russland setzt in den letzten Monaten zunehmend Kriegsschiffe zur Begleitung von Tankern und Frachtschiffen ein, die zu seiner "Schattenflotte" gehören.
Erst vor wenigen Tagen drohte Putin den europäischen Staaten, die Maßnahmen gegen die russische "Schattenflotte" ergreifen, mit reziproken Maßnahmen.
Der Experte für maritime Sicherheit, Moric Brake, warnte davor, Putins Drohungen als bloße Rhetorik abzutun.
"Strategisch gesehen versucht Moskau in erster Linie, Unsicherheit zu erzeugen und die Kosten westlicher Maßnahmen gegen seine Schattenflotte zu erhöhen. Gerade deshalb darf Europa nicht den Eindruck erwecken, solche Drohungen würden toleriert, insbesondere wenn sie von konkreten Aktionen begleitet werden", sagte Brake gegenüber Bild.
Wie bereits berichtet, gehen europäische Geheimdienste davon aus, dass Russland seine hybriden Angriffe gegen die baltischen Staaten und Polen verstärken könnte, angesichts der wachsenden Sorge, dass Moskau die Länder, die die Ukraine unterstützen, weiter einschüchtern will.
Am selben Tag veröffentlichte die NATO auf ihrem offiziellen Profil ein Video über Aufklärungssoldaten, das ihre Arbeit weit vor den Hauptstreitkräften unter extremen Bedingungen zeigt.