Vertreter der Eltern nicht angemeldeter Kinder im Kindergarten Bili cvitak Sinj, Vesna Bakić, Jelena Žižić Vidalina und Marko Đipalo, haben am Mittwoch eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie ihre tiefe Unzufriedenheit mit den endgültigen Anmeldelisten für die Kindergärten im Gebiet der Stadt Sinj zum Ausdruck bringen. Sie behaupten, sie hätten genug von Versprechungen, die nichts bedeuten, und fordern daher präzise Fristen, genaue Zahlen und konkrete Maßnahmen.
In der Pressemitteilung, die vom Portal Ferata veröffentlicht wurde, geben die Eltern an, dass ihre Kinder auch nach der Veröffentlichung der endgültigen Listen ihr Grundrecht auf einen Kindergartenplatz nicht erfüllt haben. "Wir wenden uns an Sie im Namen der Eltern, deren Kinder auch nach der Veröffentlichung der endgültigen Anmeldelisten für die Kindergärten im Gebiet der Stadt Sinj ihr Grundrecht auf einen Kindergartenplatz nicht erfüllt haben", heißt es zu Beginn der Mitteilung.
Versprechungen verpuffen, Kindergarten in Glavice nicht bereit
Die Eltern betonen, dass sie monatelang Versprechungen über Lösungen, Kapazitätserweiterungen und die Eröffnung neuer Räumlichkeiten gehört haben, aber jetzt zeigt sich, dass es für eine große Anzahl von Kindern keine konkrete Lösung gibt. Besonders besorgt sind sie über Informationen zum Kindergarten in Glavice, dessen Kapazität als eine der Lösungen für das Problem der nicht angemeldeten Kinder eingeplant war.
"Alle Versprechungen, die uns monatelang als fertig oder fast fertig präsentiert wurden, verpuffen jetzt. Besonders beunruhigend sind Informationen, die wir aus verlässlichen Quellen erhalten haben, wonach der Kindergarten in Glavice nicht annähernd bereit für die Eröffnung ist", so die Elternvertreter.
Eltern zu schweren Entscheidungen gezwungen
In der Mitteilung wird angeführt, dass die Eltern aufgrund des Platzmangels gezwungen sind, Entscheidungen zu treffen, die sie nicht hätten treffen müssen: Kündigungen einreichen, unbezahlten Urlaub nehmen, die Rückkehr zur Arbeit verschieben, private Tagesmütter und private Kindergärten suchen, die sich viele finanziell nicht leisten können. Manche Eltern haben einfach kein Familienmitglied, das die Betreuung des Kindes übernehmen kann.
"Die Eltern fordern kein Privileg. Sie fordern die Möglichkeit zu arbeiten, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren und dass ihre Kinder einen Kindergartenplatz haben", so Bakić, Žižić Vidalina und Đipalo.
Sie haben auch darauf hingewiesen, dass der Kindergarten kostenlos ist, betonen jedoch, dass das nicht ausreicht: "Ein kostenloser Kindergarten klingt auf dem Papier gut, aber kostenlos ist nicht dasselbe wie verfügbar. Wenn ein Kind keinen Platz hat, ist es den Eltern völlig egal, wie viel der Kindergarten kostet."
Sechs konkrete Fragen an die Stadt Sinj
Die Eltern fordern von der Stadt Sinj klare und konkrete Antworten auf sechs Fragen:
- Wie viele Kinder sind nach den endgültigen Listen nicht angemeldet geblieben?
- Zu welchem Zeitpunkt wird der Kindergarten in Glavice genau den Betrieb aufnehmen, und ist das Gebäude derzeit überhaupt für die Aufnahme von Kindern ausgestattet?
- Falls Glavice nicht vorbereitet ist, welche genaue Lösung gibt es für die Kinder, die keinen Platz erhalten haben?
- Wie viele zusätzliche Plätze wird die Stadt Sinj bereitstellen und bis zu welchem Datum?
- Wird die Stadt die Verantwortung für die Probleme übernehmen, die die Eltern bereits jetzt haben, weil die Kinder nicht angemeldet sind?
- Was bietet die Stadt konkret den Eltern an, die wegen der Nichtanmeldung ihren Job aufgeben, unbezahlten Urlaub nehmen oder private Kinderbetreuung bezahlen müssen?
Am Ende der Mitteilung fordern die Eltern, dass sie keine politischen Streitereien, keine neuen Versprechungen und keine Verantwortungsverschiebung mehr wollen. "Wir fordern Fristen, Zahlen und konkrete Maßnahmen. Denn hinter jeder Zahl auf der endgültigen Liste steht ein Kind. Hinter jedem nicht angemeldeten Kind steht ein Elternteil, der entscheiden muss, ob er arbeiten geht oder zu Hause bleibt", heißt es in der Mitteilung.
Die Eltern sagen, dass sie nicht aufhören werden, Antworten und konkrete Lösungen für jedes Kind zu fordern, das ohne Platz geblieben ist, und erwarten, dass das Problem nicht mehr als administrative Angelegenheit der Anmeldung behandelt wird, sondern als ernstes Problem der Familien in der Stadt Sinj, das dringend gelöst werden muss.