Der Trend, dass junge europäische Basketballtalente in die Vereinigten Staaten abwandern, reißt nicht ab, und die neueste Episode betrifft einen weiteren bekannten kroatischen Nachnamen. Ivan Perasović, der 24-jährige Sohn des gefeierten kroatischen Basketballspielers und Trainers Velimir Perasović, hat beschlossen, seine Karriere in der NCAA-Liga fortzusetzen, wie Sportklub am Donnerstag, dem 7. August 2026, berichtete.
Perasović wird für die University of Texas at El Paso und deren Sportteam, die Miners, auflaufen. Obwohl er bereits sechs Jahre Erfahrung im Seniorenbereich hat, in denen er das Trikot von Split, des litauischen Klubs Labas und von Cibona trug, blieb auch er nicht immun gegen die Bedingungen, die amerikanische Universitäten heute bieten. Diese können Verträge im Wert von bis zu einer Million Euro pro Jahr anbieten, zusammen mit erstklassiger Bildung und optimalen Entwicklungsbedingungen, womit europäische Klubs kaum konkurrieren können.
Welle der Talentabwanderung
Perasović ist nur einer von vielen kroatischen Basketballspielern, die in diesem Sommer den Weg über den Atlantik gewählt haben. Vor ihm haben Boris Tišma, Roko Prkačin, Luka Skorić, Vito Kučić und Marko Marić dieselbe Entscheidung getroffen. Letzterer ist besonders interessant wegen seiner unglaublichen Leistung in der letzten Saison, als er bei der Juniorenmeisterschaft in einem Spiel sagenhafte 91 Punkte erzielte.
Laut den von Sportklub genannten Daten sollen in der nächsten Saison sogar 19 kroatische Basketballspieler in der NCAA-Liga spielen, und diese Zahl könnte bis zum Beginn des Wettbewerbs noch steigen. Das ist ein gewaltiger Schlag für den kroatischen Basketball, der ohnehin nur über eine begrenzte Anzahl junger Spieler verfügt.
Vom europäischen Gold zum amerikanischen Traum
Ivan Perasović ist in den jüngeren Kategorien kein unbekannter Name. Er war Mitglied der kroatischen Kadettennationalmannschaft, die 2018 den Titel des Europameisters gewann, was einer der größten Erfolge des kroatischen Jugendbasketballs ist. Jetzt wird er versuchen, sein Talent in den USA weiterzuentwickeln, und folgt damit dem Weg, den viele europäische Spieler vor ihm eingeschlagen haben.
Nach dem aktuellen Trend zu urteilen, hat die Abwanderung europäischer Talente in die NCAA gerade erst begonnen, und die Klubs auf dem alten Kontinent werden es immer schwerer haben, ihre vielversprechendsten Spieler angesichts der finanziellen und entwicklungsbezogenen Angebote, die von den amerikanischen Universitäten kommen, zu halten.