Slowene überfuhr in Zagreb Polizisten, bekannte sich schuldig
Nach dem Urteil wird er nicht freigelassen, da ihm die Auslieferung an Slowenien wegen früherer Straftaten bevorsteht.
Nach dem Urteil wird er nicht freigelassen, da ihm die Auslieferung an Slowenien wegen früherer Straftaten bevorsteht.
Der slowenische Staatsbürger Robert T. (39) wurde am Amtsgericht für Strafrecht in Zagreb zu einer teilweise bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt, davon acht Monate unbedingt. Der Rest der Strafe von zwei Jahren hat eine Bewährungszeit von vier Jahren, und Robert T. hat bereits die Nebenstrafe von 10.006 Euro und 1500 Euro Gerichtskosten bezahlt, wie die Jutarnji list berichtet.
Der Vorfall ereignete sich am 29. Dezember 2025 gegen 4 Uhr morgens in Zagreb. Robert T. fuhr mit seinem Fahrzeug Cupra Formentor zum Zaun der Firma Štasni, überkletterte den Zaun und näherte sich den Fahrzeugen im Besitz von Porsche Croatia. Mit zwei Škodas, einem goldenen Kodiaq und einem silbernen Elroq, demontierte er acht Reifen von vier Alufelgen im Wert von 4600 Euro. Anschließend entfernte er drei Schrauben von einem weißen Škoda Kodiaq, ließ aber von der weiteren Demontage ab.
In diesem Moment trafen drei Kriminalpolizisten ein, die Robert T. festnehmen wollten. Sie stellten sich seinem Cupra in den Weg und riefen 'Polizei!', während sie ihre Dienstmarken zeigten. Robert T. befolgte die Anweisungen nicht, sondern trat abrupt aufs Gas und fuhr mit 36 km/h auf die 25 Meter entfernten Polizisten zu. Einer der Polizisten feuerte sieben Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf die Fahrzeugfront ab.
Die Schüsse stoppten Robert T. nur kurz. Die Flucht gelang ihm über einen Schotterweg, doch er kollidierte mit einem Metallzaun und setzte seine Flucht zu Fuß in Richtung Maksimir fort, wo er später am Nachmittag festgenommen wurde.
Die Ermittlungen ergaben, dass Robert T. die Originalkennzeichen vom Cupra entfernt und fremde angebracht hatte. Er wird auch mit einem Vorfall bei Porsche Inter Auto in der Škorpikova-Straße in Verbindung gebracht, wo er zwischen dem 19. und 22. Dezember 2025 den Zaun des Unternehmens beschädigte und von zwei Fahrzeugen, einem Audi Q3 und Q5, Räder im geschätzten Wert von 15.000 Euro demontierte.
Robert T. wurde zunächst des versuchten schweren Mordes beschuldigt, letztendlich aber wegen Gefährdung von Leben und Eigentum, zweier Diebstähle und Urkundenfälschung angeklagt. Er entschied sich, ein Geständnis abzulegen und eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft zu treffen. Trotz des Urteils wird er Ende August nicht freigelassen, da Slowenien einen Europäischen Haftbefehl gegen ihn wegen der Verbüßung einer Strafe für Eigentumsdelikte erlassen hat, und auch eine internationale Interpol-Fahndung aktiv ist. Er wird nach Slowenien ausgeliefert.