Ein beispielloses Drama spielte sich am Dienstag in einem Einfamilienhaus in Metković ab. Valentina Zadrić Matičević entdeckte in ihrer Küche eine Hornviper, eine der gefährlichsten Giftschlangen Kroatiens, während sich ihre Kinder, ein Sechsjähriger und ein sieben Monate altes Baby, im Raum befanden.
In Panik rief sie die Nummer 112 an und wurde mit der Berufsfeuerwehr Metković verbunden. Doch Hilfe kam nicht. "Sie lehnten eine Mutter mit zwei kleinen Kindern mit der Begründung ab, ich zitiere: 'Wir arbeiten nicht mit Schlangen.' Sie ließen uns allein mit derselben Hornviper zurück", erzählte Zadrić Matičević gegenüber Index.hr.
Mutter: Wir waren in unmittelbarer Gefahr
"Die Hornviper kroch über den Küchenboden", beschrieb die Mutter den erschreckenden Anblick. Nachdem die Feuerwehr den Einsatz abgelehnt hatte, wandte sie sich auch an den Kroatischen Feuerwehrverband, erhielt jedoch keine Antwort.
"Vielleicht ist ihr Verhalten nicht durch Vorschriften oder Gesetze geregelt, aber sie sind verpflichtet zu kommen, wenn ein Mensch in unmittelbarer Gefahr ist. Das waren wir", betonte sie. In der Zwischenzeit veröffentlichte sie ein Foto der Hornviper in den sozialen Medien, und die Schlange wurde schließlich in der Küche von ihrem Freund getötet.
Berufsfeuerwehr Metković: Wir sind nicht zuständig für Schlangen
Die Berufsfeuerwehr Metković erklärte, warum sie nicht ausgerückt ist. "Die Berufsfeuerwehr Metković ist weder ausgerüstet, noch sind die Feuerwehrleute unserer Einheit für die genannten Aufgaben ausgebildet, die zudem nicht in die Zuständigkeit der Feuerwehr fallen", heißt es in ihrer Antwort.
Sie erklären, dass das Feuerwehrgesetz und die damit verbundenen Vorschriften keine Einsätze mit Tieren vorsehen, einschließlich der Entfernung von Hornissen, Wespen und anderen Insekten. "Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Arbeit von der Feuerwehr übernommen werden sollte, die dafür weder ausgebildet noch ausgerüstet ist, und letztendlich fällt sie auch nicht in ihre Zuständigkeit", schlossen sie.
Sie verwiesen die Frau an den Kommunalordnungsdienst der Stadt Metković. Sie fügten hinzu, dass sie auf solche Anrufe nicht reagieren und jedes Jahr einige erhalten, aber keine Statistik darüber führen. Sie sind sich auch bewusst, dass es keine geeignete Institution gibt, beispielsweise aus dem veterinärmedizinischen Bereich, die sich professionell mit diesem Problem befassen würde.
"Zunächst müssen wir betonen, dass uns die Situation, in der sich die Frau befand, aufrichtig leid tut. Der Mitarbeiter, der mit ihr sprach, hätte die Gründe, warum wir nicht zum Einsatz gekommen sind, vielleicht genauer erklären können", sagten sie von der Berufsfeuerwehr Metković.