Wut über den Zaun in Knin
Bürger bei der Feier zum 31. Jahrestag des Sturms von den offiziellen Gästen getrennt, der Schritt des Abgeordneten Miro Bulj, der das Band entfernte, heizte die Debatte weiter an.
Bürger bei der Feier zum 31. Jahrestag des Sturms von den offiziellen Gästen getrennt, der Schritt des Abgeordneten Miro Bulj, der das Band entfernte, heizte die Debatte weiter an.
Die Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Militäroperation Oluja in Knin am 6. August 2026 lösten eine Welle der Kritik unter den Bürgern aus. Nicht die Zeremonie selbst war umstritten, sondern ihre Organisation, die Amtsträger waren in einem speziell abgesperrten Bereich untergebracht, während das Volk durch ein Band physisch vom Staatsführung getrennt war.
Diese Anordnung gefiel auch dem Abgeordneten Miro Bulj nicht, der während des Programms selbst das Trennband entfernte. Diese Tat löste eine Reihe von Reaktionen aus und schürte die bereits schwelende öffentliche Empörung weiter.
Das Portal Zagreb.info fragte auf seiner Facebook-Seite die Leser, was sie davon halten, dass die Bürger bei der Feier in Knin hinter Zäunen blieben, getrennt von der politischen Spitze. Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten, und die meisten verbargen ihre Empörung nicht.
"An vorderster Front des Schlachtfelds waren die Veteranen, jetzt sind sie im Hintergrund, und die Herren Politiker sind jetzt an vorderster Front!", betonte eine Leserin. Ein anderer ging noch einen Schritt weiter und nannte Namen: "Deserteure Milanović und Plenković, die nicht am Heimatkrieg teilgenommen haben, stehen bei der Feier in den ersten Reihen. Nach Verdienst sollten sie über dem Zaun stehen."
In den Kommentaren dominierte das Gefühl der Demütigung. "Demütigend. Die Regierung behandelt uns in all ihren Handlungen wie Bürger dritter Klasse", steht in einem der Beiträge. Andere waren kürzer, aber nicht weniger wütend: "Das ist eine Schande für Kroatien", schrieb ein Nutzer, während ein anderer sarkastisch schloss: "Die Bürger haben genau die Regierung, die sie verdienen ..."
Ein Kommentator verband das Ereignis in Knin mit einem breiteren Verhaltensmuster der Regierung. "Sie haben sich schon lange vom Volk 'abgegrenzt'. Zaun am Marktplatz, Zaun in Knin, und wenn sie von Punkt A nach Punkt B gefahren werden, fahren sie in gepanzerten Autos mit Polizeieskorte", schrieb er.
Es gab auch Meinungen, dass öffentliche Personen und Politiker den ursprünglichen Zweck der Gedenkfeier überschattet haben. "Ein offensichtlicher Beweis, dass wieder Thompson und Politiker die würdige Feier und das Gedenken an den Tag des Sturms gestohlen haben", schrieb ein Leser. Einige kommentierten die ganze Situation mit einer Prise Ironie: "Ich würde mich wirklich gerne neben Jandroković fotografieren lassen, wer kommt schon zur Feier wegen ihnen."