Die Lebensgeschichte der brasilianischen Schauspielerin Lenita Medianeira Medina Schimitt, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Lenita Medina, ist ein Zeugnis tiefer Wunden, aber auch der Kraft des Glaubens, die sie schließlich nach Međugorje führte. Ihre Bekehrung und ihr Weg zum kroatischen Marienwallfahrtsort, den sie für Radio Mir Međugorje erzählte, ist von einer Reihe dramatischer Ereignisse geprägt: von einem Selbstmordversuch in ihrer Jugend über Vergewaltigung und Entführung bis hin zum Verlust von sechs Kindern und dem Selbstmord ihres Bruders.
Ein Leben, das Maria vom ersten Atemzug an geweiht war
Lenita war kein geplantes Kind, und ihre Mutter gebar sie allein zu Hause. Aus Angst um das Leben des Neugeborenen blickte sie auf das Bild der Mutter der Gnade und sprach ein Gebet, das Lenitas Leben prägen sollte: "Jungfrau Maria, rette dieses Kind. Ich übergebe es Dir." Sie wuchs in einer katholischen Familie in Brasilien auf, wo täglich der Rosenkranz gebetet wurde, und bereits mit 15 Jahren wurde sie Katechetin. Doch trotz ihres aktiven kirchlichen Lebens verspürte sie mit 16 Jahren eine tiefe Leere, die sie zu einem Selbstmordversuch führte. "Das habe ich noch nie öffentlich gesagt. Das ist meine Befreiung", gestand sie.
Erfolg vor der Kamera und der Kampf mit der Leere
Ihr Studium der Forstwirtschaft und ihre Arbeit im Theater öffneten ihr die Türen zu Fernsehen, Film und Journalismus. Sie zog nach Rio de Janeiro und kostete den Ruhm, doch die innere Unruhe verschwand nicht. "Ich habe erkannt, dass Müdigkeit nicht immer nur von zu viel Arbeit kommt. Manchmal kommt Müdigkeit aus einem Mangel an Sinn", sagte sie. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erlitt sie einen schweren Autounfall, bei dem sie sich einen Halswirbel brach und vorübergehend ihr Gedächtnis verlor. Die Ärzte befürchteten, dass sie gelähmt bleiben würde, doch sie erholte sich vollständig ohne bleibende Schäden.
Gebet zum heiligen Antonius und Ehe mit dem "Patenkind"
Als sie sich auf den Umzug nach Los Angeles und Hollywood vorbereitete, betete Lenita eine Novene zum heiligen Antonius mit einer scheinbar unmöglichen Absicht: "Heiliger Antonius, wenn es nicht Gottes Wille ist, dass ich Brasilien verlasse, zeig mir einen Mann, mit dem ich meine Familie gründen kann." Nur drei Wochen später traf sie Rodrigo, der ihr beim ersten Date sagte: "Du wirst nicht gehen. Du bist die Frau meines Lebens." Rodrigo, der ohne religiöse Erziehung aufgewachsen war, empfing später die Erstkommunion und das Sakrament der Firmung, und Lenita war seine Firmpatin. Im Scherz sagt sie ihm heute oft: "Hör auf deine Patin!"
Verlust von sechs Kindern und ein schmerzhaftes Geheimnis
Das Paar wünschte sich sehnlichst Kinder, doch es folgten mehrere Fehlgeburten und eine Eileiterschwangerschaft, bei der Lenita fast verblutete. "Heute haben mein Mann und ich sechs Kinder im Himmel", sagte sie. Auf der Suche nach einer Lösung wandten sie sich an einen bekannten Fruchtbarkeitsspezialisten, der sie unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln mindestens zweimal vergewaltigte. Fünf Jahre lang trug sie dieses Geheimnis in sich, was zur Entwicklung einer Panikstörung führte. Der Arzt wurde später zu 173 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem ihn 400 Frauen angezeigt hatten; es wurde festgestellt, dass er während seiner 40-jährigen Tätigkeit insgesamt 800 Frauen sexuell missbraucht hatte.
Entführung und das Wunder mit der Pistole
In ihrem eigenen Haus wurde Lenita von fünf bewaffneten Männern entführt. Sie nahmen ihr allen Schmuck ab, bemerkten jedoch nicht die Marienmedaille, die um ihren Hals blieb. Als sie zu fliehen versuchte, drückte einer der Entführer ihr eine Pistole an den Kopf und zog den Abzug, aber die Kugel kam nicht aus dem Lauf. Die Pistole versagte. Es gelang ihr, sie zu überzeugen, sie wegen der vielen Polizeikontrollen aus dem Auto zu lassen, und so blieb sie am Leben. Danach folgte eine weitere Tragödie: Ihr Bruder, der mit schwerer Depression kämpfte, nahm sich das Leben. Lange Zeit nach der Entführung verfolgten sie Albträume, aber sie ging weiter.
Međugorje als Ziel
Genau in dieser Zeit völliger Zerrüttung trat Međugorje in ihr Leben. Die Verbindung zum kroatischen Wallfahrtsort begann viel früher: Ihre Mutter erhielt jahrelang per Post Newsletter mit Nachrichten und Botschaften aus Međugorje, die Lenita als Teenager sorgfältig las und versuchte, sich die Seher, den Krieg und das Leid vorzustellen. "Ich hatte keine Kraft mehr, die Dinge selbst zu regeln, und schließlich begann ich, mich Gott zu überlassen", bezeugte sie. Sie arbeitete in der Kirche im Dienst der Heilung und Befreiung und sagte den Jugendlichen: "Unterschätzt nicht, was ihr von euren Eltern und Großeltern empfangen habt. Die Familie ist das wahre Erbe. Und der Glaube ist ein Erbe."
Ein Fernsehregisseur sagte einmal zu ihr: "Lenita, wir mögen dich sehr, aber deine Anwesenheit am Set macht uns unwohl. Du bist verheiratet, du bist gläubig und du bist zu ... korrekt."
Ihr Zeugnis wurde von Radio Mir Međugorje veröffentlicht und vom Portal Bitno.net übernommen.