Die Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Zagreb hat sich am Montag zu den Ermittlungen im tragischen Vorfall in Sveti Križ Začretje geäußert, wo nach einem Brand im Familienhaus die Leichen eines Vaters und zweier Kinder gefunden wurden. Laut Mitteilung leitete die diensthabende Stellvertreterin der Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Zagreb die Spurensicherung am 1. August 2026, und die Leichen wurden zur Obduktion an das Institut für Gerichtsmedizin und Kriminalistik überstellt.
Die Spurensicherung wurde in Zusammenarbeit mit dem Spurensicherungsteam, den Fachdiensten der Polizeidirektion Krapina-Zagorje und der Inspektorin für Brand- und Explosionsschutz durchgeführt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine erwachsene männliche Person, geboren 1979, sowie zwei Kinder, geboren 2009 und 2011. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass sie derzeit keine weiteren Informationen oder Mitteilungen zu dem Fall geben könne.
Scheidung und obligatorische Beratung am Tag vor der Tragödie
Laut einem Dokument, das Net.hr einsehen konnte, wurde die Mutter am 30. Juli 2026 zur obligatorischen Beratung wegen der Scheidung in die Außenstelle des Kroatischen Instituts für Sozialarbeit in Zabok eingeladen. Die Beratung fand einen Tag später, am 31. Juli, statt und wurde sowohl vom verstorbenen Vater als auch von der Mutter besucht, die sich zum Zeitpunkt der Tragödie nicht im Haus befand.
Diese Information stellt die frühere Aussage von Arbeits-, Rentensystem-, Familien- und Sozialminister Alen Ružić in Frage. Der Minister hatte behauptet, dass "kein familienrechtliches Verfahren stattgefunden habe" und dass "die Familie keinerlei Kontakt zum Sozialhilfesystem gehabt habe". Die Dokumentation über die Beratung deutet auf das Gegenteil hin.
Ermittlungsverlauf und Verdacht auf Mord und Selbstmord
Die Polizeidirektion Krapina-Zagorje hatte zuvor mitgeteilt, dass die Leichen im Obergeschoss des Hauses gefunden wurden, während das Feuer gleichzeitig an mehreren Stellen im Erdgeschoss gelegt worden war. Die Ermittler vermuten Mord und Selbstmord, doch die genaue Todesursache wird erst nach Abschluss der kriminalistischen Ermittlungen und der Obduktion bekannt sein.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie in Zusammenarbeit mit der Polizei "weitere Maßnahmen und Handlungen aus ihrer Zuständigkeit durchführt, um alle relevanten Fakten und Umstände dieses Vorfalls festzustellen".