Am heutigen Tag, dem 4. August 2026, begann um 5 Uhr morgens die militärisch-polizeiliche Operation "Sturm", und morgen feiert Kroatien den Tag des Sieges und des Heimatdankes sowie den Tag der kroatischen Verteidiger. Trotzdem waren bis zum Nachmittag auf dem Platz des Banus Josip Jelačić in Zagreb keine kroatischen Flaggen gehisst, was scharfe Reaktionen in Teilen der Öffentlichkeit und bei politischen Parteien auslöste.
Stoja wies als erste auf den leeren Platz hin
Zu den ersten, die auf das Fehlen staatlicher Symbole auf der Social-Media-Plattform X aufmerksam machten, gehörte Nikita Stoja, eine der lautstärksten Kritikerinnen der Stadtregierung. "Heute ist der 4. August. Der Tag vor dem Tag des Sieges und des Heimatdankes und dem Tag der kroatischen Verteidiger. Die Stadt Zagreb hat noch keine kroatischen Flaggen gehisst!!! Im Anhang ein Foto von vor 10 Minuten", schrieb Stoja auf ihrem Profil, begleitet von einem Foto des Platzes ohne Flaggen.
Auf dasselbe Problem wies auch das Portal Zagreb.info hin, das sich nicht als kritisch gegenüber der Plattform Možemo betrachtet. Sie veröffentlichten ein Video vom Platz mit dem Kommentar: "Am Tag vor dem 'Sturm' gibt es auf dem Ban-Jelačić-Platz immer noch keine kroatischen Flaggen. Es bleibt jedoch noch Zeit, und wir hoffen, dass die Flaggen bald gehisst werden."
Matijević: "Zagreb ist niemandes ideologisches Übungsfeld"
Eine scharfe Verurteilung des Fehlens der Flaggen äußerte auch der Vorsitzende der Zagreber HDZ, Ivan Matijević, der die politische Verantwortung dem Bürgermeister Tomislav Tomašević, der Plattform Možemo und ihren Partnern von der SDP zuschrieb.
"Während die Stadtverwaltung den öffentlichen Raum gerne nutzt, um ihre eigenen ideologischen und politischen Botschaften zu verbreiten, zeigt das Fehlen jeglicher Symbole der kroatischen Staatlichkeit erneut, wie sehr die Zagreber Regierung von den Gefühlen des nationalen Stolzes eines großen Teils der Zagreber und kroatischen Bürger entfremdet ist", so Matijević.
"Zagreb ist niemandes ideologisches Übungsfeld, sondern die Hauptstadt Kroatiens: Sein zentraler Platz muss ein Ort des nationalen Stolzes und der Dankbarkeit gegenüber den kroatischen Verteidigern sein, denn in Zagreb dürfen die kroatische Flagge, der Sturm und der Tag des Sieges niemals verschwiegen, verdrängt oder vergessen werden."
Plenković über Energie und Unterstützung für die Inseln
Am selben Tag äußerte sich Premierminister Andrej Plenković zur Sicherheit der Stromversorgung und erklärte, dass diese gewährleistet sei und Kroatien genügend Strom haben werde. Er kommentierte auch die niedrigen Wasserstände der Donau, die Ungarn zur Anwendung von Sicherheitsprotokollen im Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Paks gezwungen haben, während für das Kernkraftwerk Krško keine Gefahr bestehe. Plenković kündigte auch ein ausführlicheres Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der HEP an.
Früher am Tag nahm Plenković anlässlich des Tages der Gemeinde Bol an der feierlichen Sitzung des Gemeinderats auf Brač teil. Er hob eine Reihe realisierter Projekte hervor, darunter den baldigen Bau der Unterwasserpipeline Omiš-Brač im Wert von 20 Millionen Euro. Er erinnerte daran, dass auf den kroatischen Inseln 127.000 Menschen leben und die Gesamtzahl der Arbeitslosen nur 2.200 beträgt.