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DHL-Flugzeug kollidiert mit unbekanntem Objekt

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle, und die deutschen Behörden untersuchen einen möglichen Zusammenhang mit einer gefundenen Drohne.

Foto: Wikipedia (DHL)
Kurz gesagt
  • Ein DHL-Frachtflugzeug kollidierte mit einem unbekannten Objekt und musste in Hannover notlanden.
  • In der Nähe der Start- und Landebahn des Flughafens Leipzig/Halle wurde eine Drohne mit defektem Zünder gefunden.
  • Die deutschen Behörden untersuchen einen möglichen Zusammenhang mit früheren Luftfracht-Sabotagen.
  • Russland bestritt jegliche Beteiligung an einer Reihe ähnlicher Vorfälle.

Ein Frachtflugzeug der Logistikgruppe DHL ist kurz nach dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle in Ostdeutschland in der Luft mit einem unbekannten Objekt kollidiert und musste daraufhin in Hannover notlanden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026, bestätigte eine mit der Situation vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters.

Drohne mit Zünder gefunden

Gleichzeitig bestätigten die Behörden, dass sie eine Drohne untersuchen, die in der Nacht in der Nähe der Start- und Landebahn desselben Flughafens gefunden wurde. Die Zeitung Bild berichtete, dass die Drohne einen Zünder enthielt. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die südliche Start- und Landebahn des Flughafens, die als wichtigstes Drehkreuz für DHL und die ukrainische Fluggesellschaft Antonov Airlines dient, geschlossen bleibe, während Sprengstoffexperten das Gerät untersuchen.

Bild berichtete detaillierter, dass die Drohne mit einem Sprengsatz in unmittelbarer Nähe des ukrainischen Frachtflugzeugs Antonov kurz vor Mitternacht am Dienstag gefunden wurde. Eine Röntgenaufnahme zeigte einen Zünder in der Drohne, der jedoch defekt war. Nach derselben Quelle handelte es sich bei dem Sprengstoff wahrscheinlich um eine Art, die leicht aus Düngemittel und Benzin hergestellt werden kann.

Umleitungen und Schäden

Aufgrund der gesamten Situation wurden in der Nacht mehrere Flugzeuge, darunter auch ein Passagierflug, umgeleitet. Ein Frachtflugzeug musste die Landung abbrechen und kollidierte dabei mit einem unbekannten Objekt, woraufhin es in Hannover landete. Am vorderen Teil dieses Flugzeugs wurden kleinere Schäden festgestellt. Der Flugbetrieb am Flughafen sei am Morgen wieder normal gewesen, bestätigte ein Polizeisprecher.

Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen

Die deutschen Flughäfen haben ihre Alarmbereitschaft erhöht, nachdem es eine Reihe von unbefugten Drohnenüberflügen über militärischen Einrichtungen, Energieterminals, Seehäfen und Logistikunternehmen gegeben hatte. Die Bundespolizei erklärte, dass diese Überflüge möglicherweise von russischen Agenten organisiert wurden.

Europäische Sicherheitsbehörden untersuchen auch eine Reihe von Brandvorrichtungen, die 2024 in Paketen versteckt waren und sich entzündeten, was Bedenken hinsichtlich möglicher Sabotage durch Betreiber von Luftfracht auslöste. Einige dieser Vorrichtungen wurden im DHL-Lager in Leipzig und in Frachtsendungen im Transit durch ganz Europa gefunden.

Das Innenministerium erklärte, dass in dieser Phase kein Zusammenhang mit dem Vorfall vom Dienstagabend festgestellt werden könne. Russland hat jegliche Beteiligung an den Vorfällen von 2024 und den jüngsten Drohnenüberflügen bestritten.

Reaktion von DHL

Der Vorstandsvorsitzende der DHL Group, Tobias Meyer, sagte, dass das deutsche Logistikunternehmen den nächtlichen Vorfall noch untersuche, aber versuche, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren.

Häufige Fragen
Was ist mit dem DHL-Flugzeug passiert? +
Ein DHL-Frachtflugzeug kollidierte nach dem Start in Leipzig in der Luft mit einem unbekannten Objekt und musste mit kleineren Schäden in Hannover notlanden.
Welcher Zusammenhang besteht zu der gefundenen Drohne? +
Gleichzeitig wurde in der Nähe der Start- und Landebahn des Flughafens Leipzig/Halle eine Drohne mit einem Zünder gefunden, und die Behörden untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen besteht.
Stehen diese Vorfälle im Zusammenhang mit früheren Sabotagen? +
Europäische Behörden untersuchen eine Serie von Brandpaketen aus dem Jahr 2024, aber das Innenministerium kann derzeit keinen Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall bestätigen.
Wie hat DHL auf den Vorfall reagiert? +
Vorstandsvorsitzender Tobias Meyer erklärte, dass das Unternehmen den Vorfall untersucht und versucht, die Auswirkungen auf seine Kunden zu minimieren.

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