DHL-Flugzeug kollidiert mit unbekanntem Objekt
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle, und die deutschen Behörden untersuchen einen möglichen Zusammenhang mit einer gefundenen Drohne.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle, und die deutschen Behörden untersuchen einen möglichen Zusammenhang mit einer gefundenen Drohne.
Ein Frachtflugzeug der Logistikgruppe DHL ist kurz nach dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle in Ostdeutschland in der Luft mit einem unbekannten Objekt kollidiert und musste daraufhin in Hannover notlanden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026, bestätigte eine mit der Situation vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters.
Gleichzeitig bestätigten die Behörden, dass sie eine Drohne untersuchen, die in der Nacht in der Nähe der Start- und Landebahn desselben Flughafens gefunden wurde. Die Zeitung Bild berichtete, dass die Drohne einen Zünder enthielt. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die südliche Start- und Landebahn des Flughafens, die als wichtigstes Drehkreuz für DHL und die ukrainische Fluggesellschaft Antonov Airlines dient, geschlossen bleibe, während Sprengstoffexperten das Gerät untersuchen.
Bild berichtete detaillierter, dass die Drohne mit einem Sprengsatz in unmittelbarer Nähe des ukrainischen Frachtflugzeugs Antonov kurz vor Mitternacht am Dienstag gefunden wurde. Eine Röntgenaufnahme zeigte einen Zünder in der Drohne, der jedoch defekt war. Nach derselben Quelle handelte es sich bei dem Sprengstoff wahrscheinlich um eine Art, die leicht aus Düngemittel und Benzin hergestellt werden kann.
Aufgrund der gesamten Situation wurden in der Nacht mehrere Flugzeuge, darunter auch ein Passagierflug, umgeleitet. Ein Frachtflugzeug musste die Landung abbrechen und kollidierte dabei mit einem unbekannten Objekt, woraufhin es in Hannover landete. Am vorderen Teil dieses Flugzeugs wurden kleinere Schäden festgestellt. Der Flugbetrieb am Flughafen sei am Morgen wieder normal gewesen, bestätigte ein Polizeisprecher.
Die deutschen Flughäfen haben ihre Alarmbereitschaft erhöht, nachdem es eine Reihe von unbefugten Drohnenüberflügen über militärischen Einrichtungen, Energieterminals, Seehäfen und Logistikunternehmen gegeben hatte. Die Bundespolizei erklärte, dass diese Überflüge möglicherweise von russischen Agenten organisiert wurden.
Europäische Sicherheitsbehörden untersuchen auch eine Reihe von Brandvorrichtungen, die 2024 in Paketen versteckt waren und sich entzündeten, was Bedenken hinsichtlich möglicher Sabotage durch Betreiber von Luftfracht auslöste. Einige dieser Vorrichtungen wurden im DHL-Lager in Leipzig und in Frachtsendungen im Transit durch ganz Europa gefunden.
Das Innenministerium erklärte, dass in dieser Phase kein Zusammenhang mit dem Vorfall vom Dienstagabend festgestellt werden könne. Russland hat jegliche Beteiligung an den Vorfällen von 2024 und den jüngsten Drohnenüberflügen bestritten.
Der Vorstandsvorsitzende der DHL Group, Tobias Meyer, sagte, dass das deutsche Logistikunternehmen den nächtlichen Vorfall noch untersuche, aber versuche, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren.