Drohne mit Zünder bei ukrainischem Flugzeug löst Alarm aus
Flugverkehr in Leipzig war stundenlang eingestellt, Polizei schließt Sabotage nicht aus.
Flugverkehr in Leipzig war stundenlang eingestellt, Polizei schließt Sabotage nicht aus.
Der Flughafen Leipzig/Halle, eines der wichtigsten europäischen Frachtdrehkreuze, war in der Nacht Schauplatz eines ernsten Sicherheitsalarms. Der Verkehr wurde vollständig eingestellt, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet und kurz darauf ein verdächtiger Gegenstand in der Nähe der Südbahn entdeckt wurde.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 4. August 2026, gegen 23:40 Uhr. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig wurden mehrere Flugzeuge auf andere Flughäfen umgeleitet. Darunter war auch ein Passagierflug, der von Palma de Mallorca statt in Leipzig in Nürnberg landete.
Der Flugverkehr war bis in die frühen Morgenstunden des Mittwochs, dem 5. August, vollständig blockiert. Die Flüge auf der Nordbahn wurden kurz vor 2 Uhr morgens wieder aufgenommen, berichtet die AP. Die Südbahn, an der der verdächtige Gegenstand gefunden wurde, blieb wegen der polizeilichen Ermittlungen geschlossen.
Die deutsche Bundespolizei untersuchte den verdächtigen Gegenstand, und bei der Aktion wurde auch ein Roboter zur Entschärfung von Sprengvorrichtungen eingesetzt. Ein Polizeisprecher hat bisher nicht offiziell bestätigt, um welchen Gegenstand es sich genau handelt.
Die deutsche Zeitung Bild berichtet jedoch weitere Details. Sie gibt an, dass es sich um eine Drohne handelt, an der ein unbekannter Gegenstand mit Zünder befestigt war. Entscheidend ist, dass sie laut derselben Quelle in unmittelbarer Nähe des ukrainischen Frachtflugzeugs vom Typ Antonov gefunden wurde.
Aufgrund der außergewöhnlichen Situation musste das Frachtflugzeug Antonov von der Landung absehen und erneut starten. Kurz darauf, in einer Entfernung von etwa sechs Kilometern vom Flughafen und in einer Höhe von ungefähr 400 Metern, kollidierte es mit einem bislang unbekannten Objekt. Das Flugzeug wurde daraufhin umgeleitet und landete in Hannover, wo an seinem vorderen Teil kleinere Schäden festgestellt wurden.
Die Polizei untersucht nun intensiv, ob das gesichtete Flugobjekt und die gefundene Drohne mit Zünder miteinander in Verbindung stehen. Obwohl sie betonen, dass derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Bürger besteht, teilt die Polizeidirektion Leipzig mit, dass die Möglichkeit von Sabotage nicht ausgeschlossen wird.