Die Europäische Union hat am Freitag, dem 7. August 2026, fünf neue Sanktionslisten verabschiedet, die sich gegen den russischen militärisch-industriellen Komplex richten. Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die Fortsetzung der russischen Luftangriffe auf die Ukraine, wobei Russland im Juli mehr Gleitbomben abgeworfen hat als in jedem anderen Monat seit Beginn der Vollinvasion.
Die Nachricht wurde von Kaja Kallas, der obersten Diplomatin der Europäischen Union, bestätigt, die betonte, dass jeder neue Angriff auf die Ukraine ein weiterer Grund sei, die Maßnahmen gegen Moskau zu verschärfen. "Jeder neue Angriff auf die Ukraine ist ein weiterer Grund für Europa, die Schrauben gegenüber Russland anzuziehen", schrieb Kallas, deren Dienst für externes Handeln die Bemühungen zur Koordinierung der Sanktionen leitet.
Direktoren wichtiger Militärunternehmen im Visier
Unter den fünf neuen Einträgen auf der Sanktionsliste stechen insbesondere die Leiter russischer Unternehmen hervor, die direkt zur Produktion von im Krieg verwendeten Waffen beitragen. Ein EU-Beamter betonte gegenüber dem Kyiv Independent Ramil Badgutdinov, den Generaldirektor der JSC Serpukhov Plant Metallist, eines Unternehmens, das präzise elektromechanische Komponenten für Systeme wie die ballistische Rakete Iskander-M herstellt.
Auf der Liste steht auch Aleksandr Dyukarev, der Leiter der JSC Krasnoyarsk Machine-Building Plant. Dieses Werk in der russischen Stadt Krasnojarsk produziert ballistische Raketen, einschließlich des Raketensystems RS-28 Sarmat. Die verbleibenden drei Einträge betreffen Direktoren der Unternehmen Irz-Svyaz, das Navigationskomponenten für russische Raketen herstellt, des Drohnen-Softwareunternehmens Aeromaks sowie des Raumfahrt- und Militärunternehmens JSC Research Instrument of Precision Instruments NII TP.
Ein breiteres Sanktionspaket wird vorbereitet
Diese Entscheidung ist Teil des anhaltenden Drucks, und nach Informationen von zwei EU-Beamten, die mit dem Kyiv Independent sprachen, laufen derzeit Gespräche über ein neues, deutlich umfangreicheres Sanktionspaket. Dieses Paket könnte zwischen 1.600 und 2.000 einzelne Einträge umfassen.
Kallas machte in ihrer Erklärung das ultimative Ziel dieser Maßnahmen deutlich. "Die EU muss den Druck auf Russland weiter erhöhen, bis Moskau seinen Krieg beendet", sagte sie. Obwohl die neuen Sanktionen keine direkte bilaterale Verbindung zu Kroatien haben, sind sie ein integraler Bestandteil der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU, die Kroatien als Mitglied unterstützt und an deren Gestaltung es teilnimmt.