HR EN DE
NEWS SPORT BIZNIS SCENA LIFESTYLE TECH

FAA untersucht Vorfall mit Trumps Hubschrauber

Sicherheitslücke im Luftraum über Washington wirft erneut Fragen zu den nach dem tödlichen Zusammenstoß von 2025 eingeführten Protokollen auf.

Foto: Wikipedia (Marine One)
Kurz gesagt
  • Die FAA untersucht einen Vorfall vom 4. August 2026, bei dem Marine One mit Trump den vorgeschriebenen Abstand zu einem kommerziellen Flug nicht einhielt.
  • Fluglotsen stoppten den Verkehr am Reagan-Flughafen nicht, was gegen die nach dem tödlichen Zusammenstoß von 2025 eingeführten Sicherheitsprotokolle verstößt.
  • Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, der Präsident sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, und beide Flugzeuge seien sicher gelandet.

Die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde (FAA) hat eine Untersuchung eines Sicherheitsvorfalls eingeleitet, an dem am Montag der Militärhubschrauber Marine One mit Präsident Donald Trump beteiligt war. Nach Angaben von mit der Untersuchung vertrauten Quellen startete der Hubschrauber aus Washington, und die Fluglotsen stoppten den kommerziellen Verkehr am nahe gelegenen Ronald-Reagan-Flughafen nicht, was gegen die Sicherheitsvorschriften verstößt.

Fluglotsen stoppten den Verkehr nicht

Der Vorfall ereignete sich am 4. August 2026 am Nachmittag. Der Hubschrauber mit Präsident Trump startete um 14:33 Uhr Ortszeit von der Ellipse in Richtung der Luftwaffenbasis Joint Base Andrews, von wo aus er nach Los Angeles reisen sollte. Nur eine Minute später, um 14:34 Uhr, startete vom selben Flughafen ein Regionalflugzeug der Envoy Air 3742, ein Embraer 170 im Besitz von American Airlines, auf dem Flug nach Pensacola in Florida.

Die FAA-Vorschriften verlangen einen Mindestabstand von 1,5 Meilen (etwa 2,4 Kilometer) horizontal und 500 Fuß (etwa 150 Meter) vertikal zwischen Flugzeugen in der Nähe von Flughäfen. Quellen zufolge hielten Marine One und der kommerzielle Flug den vorgeschriebenen Abstand nicht ein, obwohl sie sich nicht auf konvergierendem Kurs befanden. Beide Flugzeuge landeten ohne Probleme.

Reaktionen und Untersuchung

Ein FAA-Sprecher sagte gegenüber Reuters: "Wir untersuchen einen Sicherheitsvorfall mit Marine One, aber es scheint nicht zu einer gefährlichen Begegnung gekommen zu sein, und die Flugzeuge waren offensichtlich nicht auf Kollisionskurs." Die FAA plant auch, ein spezielles Team für die Sicherheitsüberprüfung einzuberufen.

Das Weiße Haus kommentierte den Vorfall zunächst nicht, aber Sprecher Kush sagte dem Wall Street Journal, dass die Flüge von Marine One "einigen der besten Piloten der Welt" anvertraut seien und dass "der Präsident zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war". American Airlines, die Muttergesellschaft von Envoy Air, kommentierte den Vorfall ebenfalls nicht sofort.

Geschichte der Sicherheitsmängel

Dieser Vorfall kommt im Zusammenhang mit erhöhter Wachsamkeit nach dem tragischen Zusammenstoß im Januar 2025, als ein Regionaljet von American Airlines mit einem Militärhubschrauber in der Nähe desselben Flughafens kollidierte. Bei diesem Unglück kamen 67 Menschen ums Leben. Das National Transportation Safety Board (NTSB) stellte damals eine Reihe systemischer Versäumnisse der FAA fest, insbesondere die Zulassung von gemischtem Helikopter- und Flugzeugverkehr ohne angemessene Schutzmaßnahmen.

Nach dem Unglück verbot die FAA im März 2026 dauerhaft die Verwendung von Sichtabständen für die Steuerung des Helikopterverkehrs in der Nähe großer Flughäfen. Außerdem wurde die Regel eingeführt, dass der kommerzielle Verkehr während der Flüge von Marine One vollständig eingestellt wird, wobei die Flugkontrolle in der Regel mindestens drei Minuten vor dem Start benachrichtigt wird.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich ein weiterer Regionalflug, Republic 4700 (ein Embraer 175, der für American Airlines fliegt), drei Meilen (etwa fünf Kilometer) vom Reagan-Flughafen entfernt und wurde vorsorglich umgeleitet. Das Flugzeug, das aus Raleigh-Durham gestartet war, kreiste über dem Flughafen, bevor es um 14:52 Uhr landete.

Häufige Fragen
Was genau ist mit Marine One passiert? +
Der Hubschrauber mit Präsident Trump startete aus Washington, aber die Fluglotsen stoppten den kommerziellen Verkehr nicht, was zum Verlust des vorgeschriebenen Mindestabstands zum nahe gelegenen Flugzeug Envoy Air 3742 führte.
War Präsident Trump in Gefahr? +
Nach Aussagen der FAA und des Sprechers des Weißen Hauses war der Präsident nicht in Gefahr, da die Flugzeuge nicht auf Kollisionskurs waren und beide sicher landeten.
Warum sind die Flugregeln in Washington so streng? +
Strengere Regeln, einschließlich des Verbots von gemischtem Helikopter- und Flugzeugverkehr, wurden nach dem tödlichen Zusammenstoß im Januar 2025 eingeführt, bei dem 67 Menschen ums Leben kamen.
Wer führt die Untersuchung durch? +
Die Untersuchung liegt in der Zuständigkeit der Bundesluftfahrtbehörde (FAA), die auch ein spezielles Team für die Sicherheitsüberprüfung einberufen will.

Anmelden

Zum Kommentieren müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Traži
Popularno
Nedavno pretraživano
helsinški sporazum
liga prvaka
digitalni mediji
Anmelden
Startseite
Prati nas na Googleu
Kategorien