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Infantino in Verzweiflung sucht Hilfe bei Trump, das Weiße Haus lehnt ab

Der FIFA-Präsident soll mehrfach erfolglos versucht haben, Donald Trump zu kontaktieren, und das Außenministerium dementierte ein geplantes Treffen mit Marco Rubio.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Gianni Infantino sucht angeblich Hilfe bei der Regierung von Donald Trump, um seine Position als FIFA-Präsident zu behalten.
  • Die New York Post behauptet, Infantino habe ein Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio vereinbart, aber das Außenministerium dementiert dies.
  • Infantino hat mehrfach erfolglos versucht, Präsident Trump telefonisch zu erreichen, nachdem der Plan zum Verkauf der kommerziellen WM-Rechte gescheitert war.
  • Der gescheiterte Plan hat eine offene Rebellion innerhalb der FIFA ausgelöst, und die UEFA droht mit einem Boykott aller Wettbewerbe.

FIFA-Präsident Gianni Infantino steht unter enormem Druck und versucht, politische Unterstützung von der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump zu sichern, um seine Position zu behalten. Laut einem exklusiven Bericht der New York Post hat der 56-Jährige für Montag ein privates Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio vereinbart.

Doch aus dem Außenministerium kam schnell eine scharfe Dementi. "Es gibt keine Pläne, dass Außenminister Marco Rubio sich mit Infantino trifft, und es gab heute Morgen keinen Anruf", sagte Dylan Johnson, Assistent des US-Außenministers, über den Kurznachrichtendienst X. Johnson deutete sogar an, dass die New York Post ihre Quellen hätte überprüfen oder einfach das Außenministerium hätte fragen sollen.

Versuche, die Position zu retten

Quellen, die der Situation nahestehen, behaupten, dass Infantino seit Freitag, als sein kontroverser Plan scheiterte, mehrfach erfolglos versucht hat, telefonisch Kontakt mit dem 80-jährigen Trump aufzunehmen. "Er wollte den Minister kontaktieren und darüber sprechen, wie Fußball als eine Form der 'weichen Macht' für Amerika dienen kann", sagte eine eingeweihte Quelle der New York Post. "Aber allen ist klar, dass es hier ausschließlich darum geht, seine Position zu retten. In diesem Moment ist nichts anderes wichtig."

Eine andere Quelle fügt hinzu, dass sich der schweizerisch-italienische Sportfunktionär wegen einer Reihe negativer Medienberichte "isoliert" fühle und "starke Verbündete suche, die ihn öffentlich unterstützen".

Gescheiterter Plan und Rebellion innerhalb der FIFA

Die Wurzel der Krise liegt in Infantinos Versuch, die kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft, einschließlich Übertragungen, Sponsoring, Lizenzierung und Ticketverkauf, in eine neue Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise auszugliedern. Der Plan, über den zuerst die Londoner Times berichtete, sah vor, dass die private Investmentfirma Thrive Capital, geleitet von Josh Kushner, dem jüngeren Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared, für etwas mehr als vier Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent übernimmt. Fußballfunktionäre weltweit erfuhren von dem Plan aus den Medien, was die Verbände zusätzlich erzürnte.

Dieser Schritt löste heftige Reaktionen aus. Die UEFA rebellierte einstimmig und drohte mit einem Boykott aller Wettbewerbe unter der Schirmherrschaft der FIFA, einschließlich der nächsten Weltmeisterschaft, die gemeinsam von Portugal, Spanien und Marokko ausgerichtet wird. Kevin Lamour, Chief Operating Officer der FIFA, sagte der Associated Press, er fühle sich von Infantinos Handlungen "betrogen" und betonte, er habe von den geheimen Gesprächen nichts gewusst.

Innerhalb der FIFA mit Sitz in Zürich brach eine offene Rebellion aus. Ein Funktionär verriet der New York Post, dass Kollegen Infantino im Rahmen einer Aktion namens "Projekt: Das Monster töten" absetzen wollen.

Häufige Fragen
Warum sucht Gianni Infantino Hilfe bei der Trump-Administration? +
Infantino sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, nach dem gescheiterten Plan zum Verkauf der kommerziellen WM-Rechte an einen privaten Investmentfonds zurückzutreten, und sucht daher mächtige Verbündete, die ihn öffentlich unterstützen.
Ist ein Treffen zwischen Infantino und Marco Rubio geplant? +
Laut New York Post hat Infantino für Montag ein privates Gespräch mit Rubio vereinbart, aber Dylan Johnson, Assistent des US-Außenministers, dementierte diese Information und sagte, es gebe keine Pläne für ein Treffen.
Was war der kontroverse Plan, der die Krise bei der FIFA auslöste? +
Infantino plante, die kommerziellen WM-Rechte in eine neue Firma namens FIFA Forward Enterprise auszugliedern und 20 Prozent der Anteile für mehr als vier Milliarden Dollar an Thrive Capital zu verkaufen, was einen einstimmigen Aufstand der UEFA und Boykottdrohungen auslöste.
Wer ist Josh Kushner und welche Rolle spielt er in dieser Geschichte? +
Josh Kushner ist der jüngere Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Trump, und Gründer der privaten Investmentfirma Thrive Capital, die 20 Prozent der Anteile an FIFA's neuem kommerziellen Vorhaben übernehmen sollte.

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