Inter lehnt 40 Millionen Euro für Stanković ab
Brentford hat ein üppiges Angebot für den 20-jährigen Serben abgegeben, doch alle in Mailand, einschließlich Spieler und Familie, haben entschieden 'Nein' gesagt.
Brentford hat ein üppiges Angebot für den 20-jährigen Serben abgegeben, doch alle in Mailand, einschließlich Spieler und Familie, haben entschieden 'Nein' gesagt.
Inter Mailand hat dem Fußballmarkt eine klare Botschaft gesendet, indem es ein gewaltiges Angebot von Brentford in Höhe von 40 Millionen Euro für Aleksandar Stanković abgelehnt hat. Der junge serbische Nationalspieler, Sohn der Vereinslegende Dejan Stanković, kehrte diesen Sommer nach Mailand zurück und ist innerhalb weniger Wochen zum zentralen Bestandteil des Projekts von Trainer Cristian Chivu geworden.
Wie die italienische La Gazzetta dello Sport berichtet, war die Antwort aus dem Verein einstimmig und schnell. Nicht nur die Vereinsführung, sondern auch der Spieler selbst und die Familie Stanković waren sich einig, das Angebot des englischen Premier-League-Klubs abzulehnen. "No thank you", übermitteln die italienischen Medien die Haltung aller Beteiligten.
Die Entscheidung ist besonders angesichts der finanziellen Rechnung bedeutsam. Inter hat in diesem Sommer die Kaufoption genutzt und 23 Millionen Euro gezahlt, um Stanković von der Leihe beim FC Brügge zurückzuholen, wohin er im Vorjahr für 9,5 Millionen Euro verkauft worden war. Das Angebot von Brentford, das am 5. August 2026 einging, war fast doppelt so hoch wie die Summe, die Inter nur einen Monat zuvor gezahlt hatte.
Stanković kehrte nach einer beeindruckenden Saison im Trikot des FC Brügge an die San Siro zurück. In 55 Spielen erzielte er neun Tore und gab fünf Vorlagen, während er in der Champions League zweimal traf. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt, und das Interesse zahlreicher europäischer Klubs gipfelte in einem konkreten Angebot von Brentford.
Dennoch ist man bei Inter entschlossen, dass der 20-jährige Mittelfeldspieler ein wichtiger Teil der Zukunft ist. Der Plan des Trainerstabs sieht vor, dass Stanković schrittweise mehr Spielzeit erhält und zur Hauptalternative für den erfahrenen Hakan Çalhanoğlu auf der Position des tiefen Spielmachers wird.
Trainer Cristian Chivu integriert Stanković während der Vorbereitung in ein System mit fünf Mittelfeldspielern und sieht in ihm die natürliche Lösung für die Rolle als Ersatz für Çalhanoğlu. Die bisherigen Experimente mit Piotr Zieliński, Henrikh Mkhitaryan und sogar Nicolò Barella auf dieser Position haben gemischte Ergebnisse geliefert, daher etabliert sich Stanković als taktische Sicherheit für eine lange Saison.
"Die Suche nach einer zuverlässigen Alternative für Çalhanoğlu war eine Priorität für den Trainerstab", heißt es in dem Bericht, und Stanković kombiniert technische Sicherheit mit der taktischen Disziplin, die Chivu verlangt.
Die Entscheidung, Stanković zu behalten, hat jedoch einen Dominoeffekt auf dem Markt. Inter bleibt an Liverpool-Mittelfeldspieler Curtis Jones interessiert, aber das Mittelfeld ist derzeit überfüllt. Auf der anderen Seite konzentriert sich der Klub auf die Verpflichtung von Tottenham-Innenverteidiger Cristian Romero, doch die Verhandlungen stocken wegen der persönlichen Bedingungen. Romero fordert ein Gehalt von etwa sieben Millionen Euro pro Saison, was deutlich über dem aktuellen Gehalt von Benjamin Pavard von fünf Millionen Euro liegt.
Präsident Giuseppe Marotta und Sportdirektor Piero Ausilio haben sich mit dem Londoner Klub auf eine Ablösesumme geeinigt, sind jedoch vorsichtig, die Gehaltsstruktur zu sprengen. Die letzten Wochen der Transferperiode werden für Inter eine Übung in strategischer Geduld und kreativer Buchhaltung sein.