Tomislav Karamarko, ehemaliger Vorsitzender der HDZ und früherer Vizepremier der Republik Kroatien, hat eine scharfe Glückwunschbotschaft zum Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit, zum Tag der kroatischen Verteidiger und zum 31. Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Oluja (Sturm) gerichtet. In der am 5. August 2026 veröffentlichten Botschaft äußerte er sich zur großserbischen Aggression, aber auch zu den aktuellen Aktivitäten serbischer Kulturvereine in Kroatien.
"Der 5. August ist gekommen. 31 Jahre sind vergangen, Kroatien ist frei. Wovon oder von wem? Von der krankhaften Anmaßung, dass ein Drittel unseres Heimatlandes ein Parastaat primitiver Ambitionen sein sollte, die einfach nicht verschwinden wollen, der Traum von Großserbien", so Karamarko.
Botschaft an die 'Delija': Erst lernen Sie Geschichte
Karamarko betonte besonders, dass er glaubt, die Geschichte sei die Lehrmeisterin des Lebens, aber er meint, dass einige immer noch keine Lehren daraus gezogen haben. "Ich dachte, historia est magistra vitae. Doch einige lernen es einfach nicht. Sind nicht Menschenleben das Wichtigste? Und deshalb sollte man aus der Geschichte lernen", schrieb er.
Er äußerte sich auch zu dem, was er als verstärkte Aktivität serbischer Kulturvereine in kroatischen Regionen beschreibt, insbesondere in Lika und Dalmatien. "Ich beobachte in diesen Tagen die verstärkte Aktivität verschiedener serbischer Kulturvereine in unseren kroatischen Regionen. Lika, Dalmatien... Ich höre einige Delija, die mitten in Serbien spielen... In meinem Dalmatien?! Na, liebe 'Delija', ihr seid immer willkommen im Heimatland eurer Väter und Großväter, in unserem gemeinsamen Heimatland Kroatien. Aber wenn ihr nicht wisst, was 1991 war, dann erwähnt auch nicht 1995", so seine Botschaft.
Stolz auf die Heimat und ironischer Kommentar zu Knin
Der ehemalige HDZ-Chef betonte auch seinen persönlichen Stolz auf die Teilnahme an der Schaffung des modernen kroatischen Staates. "Ich bin stolz, Zeitgenosse der kroatischen Unabhängigkeit zu sein. Sein Heimatland zu lieben und niemanden zu hassen, hat mich mein Vater gelehrt", schrieb er und gratulierte dabei den kroatischen Verteidigern, Angehörigen der kroatischen Armee und Polizei.
In einer abschließenden Bemerkung ließ es sich Karamarko nicht nehmen, ironisch zu kommentieren, dass er nicht im offiziellen Protokoll der Gedenkfeierlichkeiten in Knin stand. "Erlauben Sie mir, ein 'Meckerer' zu sein und allen Teilnehmern der Oluja westlich der Sutla zu danken, dass sie mich in das Protokoll der heutigen Gedenkfeier in der kroatischen Königsstadt Knin aufgenommen haben", schloss er.