Polizei Karlovac warnt: Betrüger stehlen Firmengelder
Sophisticated CEO- und BEC-Betrügereien zielen auf Mitarbeiter in der Buchhaltung ab, und die Nachrichten sind oft fast identisch mit echten.
Sophisticated CEO- und BEC-Betrügereien zielen auf Mitarbeiter in der Buchhaltung ab, und die Nachrichten sind oft fast identisch mit echten.
Die Polizeidirektion Karlovac hat am Sonntag, den 2. August 2026, eine Warnung an Unternehmer, Institutionen und andere Geschäftseinheiten über die wachsende Bedrohung durch ausgeklügelte Finanzbetrügereien herausgegeben. Die Täter geben sich als Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder, Kunden oder Lieferanten aus, mit einem Ziel: Mitarbeiter dazu zu bringen, Geld vom Geschäftskonto auf ein Konto zu überweisen, das unter ihrer Kontrolle steht.
Eine der häufigsten Formen ist der sogenannte CEO-Betrug. In dieser Situation nimmt der Betrüger Kontakt mit einem Mitarbeiter auf, der in der Finanz- oder Buchhaltungsabteilung arbeitet, und gibt sich als jemand aus der oberen Führungsebene aus. Die Forderung ist fast immer dieselbe, eine dringende Überweisung auf ein ausländisches Konto. Um zusätzliche Überprüfungen zu verhindern, besteht der Absender auf Diskretion und übt Druck aus, die Anweisung sofort auszuführen.
Die Nachrichten sind oft mit Behauptungen gespickt, dass der Geschäftsführer gerade in einer wichtigen Besprechung sei, telefonisch nicht erreichbar sei oder dass die Transaktion äußerst vertraulich sei. Sie verwenden auch oft die Technik der Schmeichelei, indem sie dem Mitarbeiter sagen, dass gerade er von der Geschäftsleitung für diese wichtige Aufgabe ausgewählt wurde.
Eine weitere verbreitete Angriffsform ist der BEC-Betrug, also die Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails. In diesem Szenario geben sich die Täter als bestehende Lieferanten oder Geschäftspartner aus und senden eine gefälschte Mitteilung, dass sich das Bankkonto geändert hat, auf das künftig Zahlungen überwiesen werden sollen.
Die besondere Gefahr liegt in den Details. Die E-Mail-Adressen, von denen die Nachrichten gesendet werden, sind oft den echten sehr ähnlich, fast identisch. Der Unterschied kann nur ein Buchstabe, ein Zeichen oder eine geänderte Domain sein, sodass eine oberflächliche Prüfung nicht ausreicht, um den Betrug zu erkennen.
Um das Geschäft zu schützen, empfiehlt die Polizei die Einführung einer obligatorischen Doppelprüfung für jede außergewöhnliche Zahlung und jede Änderung des Empfängerkontos. Jede solche Anweisung muss über einen anderen, unabhängigen Kommunikationsweg bestätigt werden, zum Beispiel durch einen Anruf auf eine zuvor bekannte und verifizierte Nummer, nicht auf die in der verdächtigen Nachricht angegebene.
Entscheidend ist auch die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da gerade die Buchhaltungsabteilungen das erste Ziel solcher Angriffe sind. Technischer Schutz kann einen Teil der Versuche stoppen, aber nur ein ungeprüfter Klick oder eine unter Druck ausgeführte Überweisung kann einem Unternehmen enormen finanziellen Schaden zufügen.
Diese Betrügereien sind erfolgreich, weil sie Vertrauen und Hierarchie innerhalb des Unternehmens angreifen. Der beste Schutz ist nicht nur ein fortschrittlicheres IT-System, sondern eine strenge Regel, dass jede dringende und ungewöhnliche finanzielle Anweisung nur nach unabhängiger Verifizierung ausgeführt wird.