Die Ankunft von Luka Modrić beim Trainingslager von Milan in Australien entwickelte sich zu einem wahren Spektakel für die dortige kroatische Gemeinschaft. Bei der Klubveranstaltung in Burswood traf der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft auf begeisterte Fans, die ihm Ovationen bereiteten, die in Erinnerung bleiben werden.
Ein kurzes Gespräch auf der Bühne entwickelte sich im Nu zu einer Fan-Euphorie. Als Modrić auf die Frage, wie er sich in Perth zurechtfindet, erwähnte, dass es ihn besonders freue, so viele Kroaten treffen zu können, explodierte das Publikum.
"Zovi, samo zovi" hallte durch die Halle
Aus der Menge begann man laut zu skandieren: "Luka, Luka!", und die versammelten kroatischen Fans stimmten sofort das beliebte Lied "Zovi, samo zovi" an. Modrić verfolgte die gesamte Situation mit einem Lächeln, und nachdem sich die Leidenschaft gelegt hatte, konnte das Gespräch fortgesetzt werden.
Amorim: Modrić mag keine Aufmerksamkeit, er wird um Spielzeit kämpfen müssen
Vor dem Derby gegen Inter, das im Rahmen der Sommer-Vorbereitung in Australien stattfindet, sprach Milans Trainer Ruben Amorim über den kroatischen Maestro. Auf der Pressekonferenz am 4. August 2026 bestätigte der Portugiese, dass Modrić seine Spielzeit erhalten wird.
"Morgen wird auch Modrić spielen, alle werden ihren Anteil an Spielzeit bekommen, denn wir haben nicht viel Zeit für Trainingseinheiten und müssen daher durch Spiele in Form kommen", sagte Amorim und verriet, wie der Kapitän der Vatreni außerhalb des Platzes ist.
"Luka ist ein äußerst bescheidener Mensch und mag all die Aufmerksamkeit, die er auf sich zieht, überhaupt nicht. Er verfügt über enorme Erfahrung, aber ich werde ihn wie einen völlig normalen Spieler behandeln. Er wird sich wie alle anderen um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen müssen, auch wenn er natürlich ein besonderer Spieler ist."
Amorim betonte, dass der Klub viel getan habe, um Modrić mindestens eine weitere Saison zu halten, und dass er überglücklich sei, ihn in der Kabine zu haben. Im emotionalen Teil der Konferenz verabschiedete sich der portugiesische Fachmann auch mit bewegenden Worten von der verstorbenen Klublegende Franco Baresi und hob dessen Loyalität in den schwierigsten Momenten hervor.
Bereit für Inter und die neue Saison
Trotz zahlreicher Spekulationen über den Transfermarkt betonte Amorim, dass er mit dem aktuellen Kader zufrieden sei und ohne Probleme mit den vorhandenen Spielern in die neue Serie-A-Saison gehen würde.
"Ich bin mit der Mannschaft zufrieden und wir bauen unsere Spielidee auf. Wenn wir die Meisterschaft mit diesem Kader beginnen müssen, glaube ich, dass wir in jedem Spiel konkurrenzfähig sein werden. Inter hat in letzter Zeit vielleicht mehr Titel gewonnen, aber Milan repräsentiert etwas, das man mit Geld nicht kaufen kann. Es ist ein Verein, für den man von klein auf fiebert, und wir wollen das auf dem Platz beweisen", schloss der Rossoneri-Trainer.