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Kleine Tankstellenbetreiber an Plenković: Nur weiter mit der Abschaffung der Kraftstoffpreiskontrolle

Verbandspräsident Boris Podobnik betont, dass es nach der Liberalisierung im Juli 2025 keine Preisexplosion gab, und fordert die Regierung auf, den Markt erneut freizugeben.

Foto: Wikipedia (Goriva)
Kurz gesagt
  • Kleine Tankstellenbetreiber unterstützen Plenkovićs Idee, die Kraftstoffpreiskontrolle abzuschaffen.
  • Als zentrales Argument führen sie die Erfahrung aus dem Juli 2025 an, als es ihrer Aussage nach keine Preisexplosion gab.
  • Sie warnen, dass das derzeitige System sie dazu zwingt, mit negativer Marge zu verkaufen, was sie als Verstoß gegen das Handelsgesetz betrachten.
  • Von der Regierung gibt es bisher keine offizielle Antwort auf den Aufruf.

Der Verband der kleinen Tankstellenbetreiber hat am Freitag auf die Äußerung von Premierminister Andrej Plenković reagiert, der bei der Kommentierung der aktuellen Maßnahmen fragte: "Und wenn wir die Maßnahmen für Kraftstoff abschaffen? Was dann?" Verbandspräsident Boris Podobnik fasste die Reaktion einfach zusammen: Es werde nichts passieren, und die katastrophalen Szenarien, mit denen die Öffentlichkeit seiner Meinung nach seit Jahren Angst gemacht werde, hätten keine Grundlage in der Realität. Er stützt seine Position auf die Erfahrungen aus dem Juli 2025, als die Regierung die Preisbildung für einige Monate wieder dem Markt überließ und, so seine Worte, kein signifikanter Anstieg zu verzeichnen war.

Gestützt auf dieses Beispiel versichert Podobnik, dass die Preise an den Zapfsäulen nicht von den kleinen Akteuren diktiert werden, sondern von den größten, vor allem INA und Petrol. "Eine kleine Tankstelle, umgeben von Zapfsäulen großer Unternehmen, kann den Kraftstoffpreis nicht eigenständig um einige Cent pro Liter erhöhen, weil die Kunden sofort dorthin gehen würden, wo es billiger ist", zitiert Index.hr den Verbandspräsidenten. Genau diese Dynamik, betont er, begrenze den Preisanstieg von selbst und mache staatliche Eingriffe überflüssig.

Die kleinen Tankstellenbetreiber weisen dabei auf ein ernstes Problem des aktuellen Regulierungsmodells hin: Die Großhandelspreise ändern sich wöchentlich, während die Regierung die Einzelhandelspreise alle zwei Wochen anpasst. Wenn die Weltmarktpreise plötzlich steigen und der inländische Einzelhandelspreis vorübergehend eingefroren bleibt, sind die Tankstellen gezwungen, Kraftstoff mit negativer Marge zu verkaufen. "Ein Beispiel ist die letzte Woche, als der Verlust sowohl bei Diesel als auch bei Benzin etwa fünf Cent pro Liter betrug", führt Podobnik aus und fügt hinzu, dass sie damit oft unter dem Einkaufspreis lägen, was er als Verstoß gegen das Handelsgesetz betrachtet.

"Es ist paradox, dass der Premierminister den Tankstellenbetreibern vorwirft, angeblich zu viel zu verdienen, während uns genau das Regierungsmodell in die Situation bringt, Kraftstoff unter dem Einkaufspreis zu verkaufen", sagte Podobnik gegenüber Index.

Aus all diesen Gründen fordert der Verband erneut die vollständige Abschaffung der Kraftstoffpreiskontrolle. Als Bestätigung, dass der Markt eigenständig funktionieren kann, verweist er auf den Zeitraum nach der Liberalisierung im Juli 2025, damals, so sagt er, habe sich keines der katastrophalen Szenarien bewahrheitet, die seit Jahren angekündigt worden seien. Von der Regierung gibt es bisher keine offizielle Reaktion auf diesen Aufruf, und die Äußerung des Premierministers wurde bislang nicht in eine konkrete Maßnahme umgesetzt.

Häufige Fragen
Was sagte Premierminister Plenković über die Kraftstoffmaßnahmen? +
Er fragte: "Und wenn wir die Maßnahmen für Kraftstoff abschaffen? Was dann?" und eröffnete damit die Möglichkeit, die staatliche Preiskontrolle abzuschaffen.
Warum fordern die kleinen Tankstellenbetreiber die Abschaffung der Regulierung? +
Sie behaupten, dass der Marktwettbewerb, insbesondere die Preise, die von INA und Petrol diktiert werden, den Preisanstieg natürlich begrenzt, während das derzeitige Modell der zweiwöchentlichen Anpassung zu Verlustgeschäften führt.
Was geschah im Juli 2025? +
Die Regierung hob die Kraftstoffpreiskontrolle für einige Monate auf, und laut Verbandsangaben stiegen die Preise nicht signifikant, was ihnen als Beweis dient, dass staatliche Eingriffe nicht notwendig sind.
Was ist das Hauptproblem des derzeitigen Systems? +
Die Großhandelspreise ändern sich wöchentlich, die Einzelhandelspreise jedoch alle zwei Wochen. Bei einem plötzlichen Anstieg der Weltmarktpreise sind die Tankstellen gezwungen, Kraftstoff unter dem Einkaufspreis zu verkaufen, manchmal mit einem Verlust von etwa fünf Cent pro Liter.

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