Kroatien feiert heute, am 5. August 2026, den 31. Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Oluja, und an diesem Tag erinnern wir uns auch an den Freispruch der Generäle Mladen Markač und Ante Gotovina. Vor mehr als 14 Jahren sprach die Berufungskammer des Internationalen Strafgerichtshofs für Kriegsverbrechen in Den Haag sie in allen Anklagepunkten frei, woraufhin die Generäle riefen: "Es gibt einen Gott!".
Die Feierlichkeiten verbreiteten sich damals unter Kroaten weltweit und hatten auch in Deutschland besonderen Widerhall, wo Mario Mandžukić für Bayern spielte. Im Spiel gegen Nürnberg, das 1:1 endete, erzielte Mandžukić ein Tor und feierte es mit einem Salut.
Deutsche Justiz alarmiert
Die Art und Weise, wie Mandžukić sein Tor feierte, begeisterte viele kroatische Fans, aber er war nicht der Einzige, der damals salutierte, auch Xherdan Shaqiri, damals Schweizer Nationalspieler kosovarischer Herkunft, tat dies.
Die Feier geriet jedoch unter besondere Beobachtung, da einige meinten, Mandžukićs Gruß ähnele dem Nazi-Gruß. Die deutsche Staatsanwaltschaft reagierte und erklärte: "Wir werden feststellen, ob es sich um einen Hitlergruß oder die gewöhnlichste Torjubel handelte." Es wurde ein Verfahren eingeleitet, aber Mandžukić wurde letztendlich von jeder Schuld freigesprochen.
Mandžukić dementierte, Manager bestätigte
Mandžukić dementierte gegenüber der deutschen Bild, dass er mit seiner Torjubel den Generälen Gotovina und Markač salutiert habe. "Voller Emotionen lief ich zu unseren Fans, um mit ihnen das Tor zu feiern. So feiere ich oft Tore. Ich bin eine völlig unpolitische Person, und die Feier hat nichts mit dem zu tun, was um die Generäle geschah", sagte er damals.
Sein Manager Ivan Cvjetković hingegen machte gegenüber der Večernji list keinen Hehl aus seiner Begeisterung: "Ich bin stolz auf Mario und begeistert von der Art, wie er das Tor gefeiert hat, und schloss mich damit allen Kroaten in der Feier und Freude über die Rückkehr unserer Generäle an."
Von der Kontroverse an die Spitze Europas
Mandžukić gewann später mit Bayern alles, was es zu gewinnen gab. Im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund, das mit 2:1 endete, erzielte er in der 60. Minute ein Tor. Acht Minuten später glich Gündogan aus, bevor Robben in der 89. Minute den endgültigen Sieg der Bayern besiegelte.