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Orešković kritisiert die Staatsführung

Die Abgeordnete übt scharfe Kritik am Schweigen der Institutionen, nachdem beim Feierlichkeiten in Knin der Ustascha-Gruß zu hören war, und erklärt, die Regierung lasse eine Verzerrung des Bildes des Heimatkrieges zu.

Foto: Theo Lonic na Unsplash
Kurz gesagt
  • Die Abgeordnete Dalija Orešković hat die Staatsführung scharf kritisiert, weil sie auf das Rufen von "Za dom spremni" in Knin nicht reagiert.
  • Der Vorfall ereignete sich am 5. August 2026 bei der Gedenkfeier zur Operation Oluja, angeführt von Dražen Keleminec.
  • Orešković behauptet, dass das Ignorieren solcher Vorfälle das Bild des Heimatkrieges bei jungen Generationen verzerrt.
  • Sie schloss, dass die Regierung zulässt, dass die Oluja als eine mit dem Ustascha-Ruf aus dem Zweiten Weltkrieg geführte Operation dargestellt wird.

Die Abgeordnete Dalija Orešković hat die Staatsführung scharf kritisiert, weil sie nicht auf die Vorfälle bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Operation Oluja in Knin reagiert hat, wo Dražen Keleminec am 5. August 2026 zusammen mit einer Gruppe von Anhängern "Za dom spremni" rief. Ihrer Meinung nach beweisen solche Vorfälle, dass Kroatien 31 Jahre nach Kriegsende noch immer nicht die Standards eines Rechtsstaates erreicht hat.

"Einunddreißig Jahre nach Kriegsende hat sich Kroatien noch immer nicht vollständig zu einem Rechtsstaat entwickelt. Wären wir ein Rechtsstaat, könnten Keleminec und seinesgleichen heute bei der Gedenkfeier zur Operation Oluja nicht ‚Za dom spremni' rufen", erklärte Orešković in einem Beitrag in den sozialen Medien, wie DalmacijaDanas berichtet.

Ein Schweigen, das widerhallt

Die Abgeordnete betonte besonders das Fehlen jeglicher Verurteilung seitens der Staatsführung und wies darauf hin, dass sich die führenden Köpfe des Landes auch nach drei Jahrzehnten nicht zu dem positionieren können, was sie als elementare Frage bezeichnete. "Drei Jahrzehnte sind vergangen, und unsere Staatsführung kann sich noch immer nicht zu einer sehr einfachen Frage klar positionieren", sagte sie, wie Slobodna Dalmacija schreibt.

Orešković fügte hinzu, dass abgesehen von den formellen und protokollarischen Reden der Regierung niemand auf Erscheinungen wie das Hervorheben der Einheit Rafaela Boban oder auf Rufe, die in öffentlichen Räumen und bei Veranstaltungen widerhallen, reagiere. Sie glaubt, dass das Schweigen der Institutionen und Amtsträger kein Zufall ist. "Es liegt etwas in diesem Schweigen. Manchmal ist es das lauteste Geräusch, das man hören kann", betonte sie.

Durch Verschweigen zu einem verzerrten Bild der Realität

Sie ging auch auf Stimmen in den sozialen Medien ein, die dafür plädieren, solche Ausfälle zu ignorieren. Sie ist überzeugt, dass gerade die jahrelange Straflosigkeit und das Wegsehen dazu geführt haben, dass jüngere Generationen eine völlig verzerrte Wahrnehmung des Heimatkrieges und der Operation Oluja selbst haben.

"Manche Kommentare in den sozialen Medien sagen, man solle solche Vorfälle einfach ignorieren. Durch das Ignorieren haben wir es so weit gebracht, dass die Vorstellungen der Jugendlichen über den Heimatkrieg und die Bilder der Oluja bis zur Absurdität verzerrt sind", erklärte die Abgeordnete. Sie schloss, dass das dominierende Bild der diesjährigen Feierlichkeiten nicht aus den offiziellen protokollarischen Rahmen stammt, sondern aus den Szenen und Rufen, die auf den Straßen von Knin zu hören waren.

"Das Bild der Oluja ist heute das, das außerhalb des offiziellen Protokolls gesendet wurde. Eine Oluja, die wir mit dem Ustascha-Ruf aus dem Zweiten Weltkrieg geführt haben. Weil die Regierung das zulässt", schloss Orešković.

Häufige Fragen
Was hat Dalija Orešković nach der Gedenkfeier zur Operation Oluja in Knin erklärt? +
Sie erklärte, dass Kroatien kein vollständiger Rechtsstaat sei, weil das Rufen des Ustascha-Grußes "Za dom spremni" bei offiziellen Gedenkveranstaltungen zugelassen werde.
Wen hat Orešković wegen des Schweigens zu dem Vorfall kritisiert? +
Sie kritisierte die Staatsführung und stellte fest, dass sie sich auch nach drei Jahrzehnten nicht klar zur Frage des Ustascha-Grußes positionieren könne.
Was hält Orešković für eine Folge des Ignorierens solcher Vorfälle? +
Sie ist der Ansicht, dass das jahrelange Ignorieren dazu geführt hat, dass junge Menschen ein verzerrtes Bild vom Heimatkrieg und der Operation Oluja haben.
Wo genau wurde der Gruß "Za dom spremni" gerufen? +
Der Gruß wurde bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Oluja in Knin am 5. August 2026 gerufen.

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