Osijek deklassiert Gorica mit 2:0, Bessone: Wir haben die Mentalität geändert
Argentinischer Trainer debütiert mit überzeugendem Sieg, Carević besorgt: 'Wir müssen Verstärkungen holen'
Argentinischer Trainer debütiert mit überzeugendem Sieg, Carević besorgt: 'Wir müssen Verstärkungen holen'
Osijek hat am ersten Spieltag der SuperSport HNL auswärts in Velika Gorica die Heimmannschaft Gorica mit 2:0 besiegt. Die Tore für die Gäste erzielten Ivan Dolček in der 7. Minute und Nail Omerović per Elfmeter. Laut dem Bericht von 24sata Sport zeigte das Spiel einen großen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften.
Die Osijeker starteten furios in die Partie. Bereits in der siebten Minute traf Ivan Dolček zur Führung für die Gäste. Nur zehn Minuten später verwandelte Nail Omerović einen Strafstoß präzise und erhöhte auf 2:0. Obwohl es eine kleine Diskrepanz zwischen den Quellen über die genaue Minute des zweiten Tores gibt, gibt 24sata Sport an, dass es in der 17. Minute fiel, während Stijena.info die 14. Minute erwähnt, also sieben Minuten nach dem ersten Treffer.
Der neue Trainer von Osijek, der Argentinier Federico Bessone, machte keinen Hehl aus seiner Zufriedenheit nach seinem Debüt an der Seitenlinie. "Ich bin sehr glücklich, weil wir die Mentalität ändern konnten, was uns in der letzten Saison gefehlt hat", sagte er gegenüber 24sata Sport. Er betonte, dass die Mannschaft das Spiel hervorragend vorbereitet habe und die Spieler von Anfang an verstanden hätten, was von ihnen verlangt werde. "Wir haben hoch gepresst, hohe Bälle gewonnen und dann aus dieser Zone heraus gefährlich angegriffen. Zur Halbzeit hätten wir 3:0 oder 4:0 führen müssen, aber das ist Fußball", fügte er hinzu.
Bessone betonte auch, dass er zufrieden sei, dass seine Mannschaft nach der frühen Führung nicht nachgelassen habe. "Auch in der zweiten Halbzeit haben wir viele Chancen herausgespielt, wir hätten das Spiel mit einem weiteren Tor entscheiden müssen", sagte er und lobte die Spieler für ihre Disziplin und ihr Verständnis der taktischen Ideen. Eine besondere Botschaft hatte er für die Fans, die in den letzten Spielzeiten Enttäuschungen erlebt hatten. "Ich bin mit der Idee gekommen, den Teamgeist zu verändern. Heute haben sie gesehen, dass wir guten Fußball spielen können. Ich hoffe, dass nächste Woche noch mehr kommen", so der Trainer von Osijek.
Eine der angenehmsten Überraschungen in den Reihen von Osijek war der 17-jährige Jona Ježić, für den es erst der vierte Einsatz im Seniorenbereich war. Der junge Mittelfeldspieler holte auch den Elfmeter für seine Mannschaft heraus. "Wir haben verdient gewonnen. Wir sind hervorragend ins Spiel gekommen. Normalerweise lassen Mannschaften nach, wenn sie in Führung gehen, wir haben weitergemacht und alle Achtung", sagte Ježić gegenüber 24sata Sport. Er fügte hinzu, dass das Wichtigste sei, dass die Mannschaft kein Gegentor kassiert habe, und kündigte den Kampf um einen weiteren Sieg im nächsten Spiel gegen Rudeš an. "Wenn wir auch Rudeš schlagen, sechs Punkte, super. Wir müssen schon jetzt daran denken", schloss er.
Der Trainer von Gorica, Mario Carević, suchte auf der anderen Seite keine Ausreden für die schwere Niederlage. "Zunächst gratuliere ich Osijek zum absolut verdienten Sieg. Sie waren von der ersten Minute an besser und man sieht einfach den Qualitätsunterschied", sagte er gegenüber HRT Sport. Besonders hob er die individuelle Qualität der Gäste hervor und nannte Omerović, Bukvić und Dolček als Spieler, die den Unterschied machten. "Selbst wenn wir im Pressing gut standen, kamen sie durch individuelle Qualität aus unserem Druck heraus und schufen Überzahl", fügte er hinzu.
Carević war direkt in seiner Einschätzung der Lage seiner Mannschaft. "Wir hatten nichts, Glückwunsch an Osijek zum mehr als verdienten Sieg. Ehrlich gesagt, es hätte auch deutlicher ausfallen können", sagte er gegenüber 24sata Sport. Er betonte, dass ihn nicht eine Niederlage beunruhige, sondern die Zukunft. "Mich beunruhigt nicht ein Spiel, sondern die restlichen 35. Wir müssen Verstärkungen holen, denn so werden wir nicht konkurrenzfähig sein. Es fehlt uns an Breite und Qualität", warnte der Trainer von Gorica. Als Schlüsselproblem nannte er das Lösen aus dem Pressing und die offensive Transition. "Sie haben gesehen, dass uns jeder Angriff am grundlegenden Passspiel scheitert. Wir sind darin nicht gut, das ist eine Tatsache", schloss Carević, dessen Mannschaft im nächsten Spiel bei Lokomotiva im Maksimir auswärts antreten muss.