Während die Unsicherheit über seine Auslieferung aus Kasachstan andauert, sprach der ehemalige Direktor der kroatischen Alpin-Skiteams, Vedran Pavlek, in einem früheren öffentlichen Auftritt offen über den enormen Einfluss von Ante Kostelić auf den kroatischen Skisport. "Ante hat die Vision eröffnet und mir die Augen geöffnet, ebenso wie vielen unserer Skifahrer und Skifahrerinnen", erklärte Pavlek, dessen Worte heute eine neue Dimension angesichts der Affäre erhalten, die Mitte März 2026 die Dachorganisation des Skisports erschütterte.
Aufstieg mit der Familie Kostelić und Fall aus dem Amt
Pavlek arbeitete eng mit der Familie Kostelić zusammen und spielte eine wichtige Rolle bei der Organisation des Rennens "Schneekönigin" auf dem Sljeme. Seine Karriere als Funktionär begann, nachdem er seine Skikarriere im Alter von 25 Jahren beendet hatte; zuvor trug er unter anderem die kroatische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer.
Die Affäre brach aus, als USKOK den Kroatischen Skiverband durchsuchte, und als erstes berichtete 7Dnevno darüber. Kurz darauf trat Pavlek von seinem Posten als Direktor der Nationalteams und des 'Ski-Pools' zurück. In der Zwischenzeit erschütterten andere Zweige der Affäre auch das Kroatische Olympische Komitee ernsthaft.
Dank an den Visionär, der Generationen hervorbrachte
Über Ante Kostelić sprach Pavlek voller Lob für den Trainer und Vater von Janica und Ivica. "Mit seiner Vision haben sich Ana Jelušić, Nika Fleiss, Natko Zrnčić-Dim, Filip Zubčić durchgesetzt, und heute haben wir Leona Popović und Zrinka Ljutić", zählte er auf. "Durch engagierte und beharrliche Arbeit, mit einer Vision, können Spitzenleistungen erzielt werden. Ante, danke dafür."
Chronologie der Haft und Warten auf Auslieferung
Pavlek wurde Anfang Mai 2026 in Kasachstan aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Zunächst wurde eine 40-tägige Untersuchungshaft angeordnet, doch das spezialisierte Ermittlungsgericht in Almaty entschied am 10. Juni über eine Auslieferungshaft von 12 Monaten, bis zur endgültigen Entscheidung über die Auslieferung.
Die Unsicherheit dauert mehr als drei Monate an, und Ende Juli sandte Kroatien einen offiziellen Antrag auf seine Auslieferung an Kasachstan. Es tauchten auch Informationen auf, dass Pavlek die Auslieferung ablehnt, angeblich aus Angst um sein Leben. In der Zwischenzeit haben die Ermittler etwa 90 Zeugen befragt, und als Teil des Beweismaterials wurden aus dem Ausland Gegenstände geliefert, die bei der Festnahme beschlagnahmt wurden, darunter Mobiltelefone, Bankkarten, Computerausrüstung und ein sogenanntes schwarzes Notizbuch mit einem Code.
Wann Pavlek vor der kroatischen Justiz erscheinen wird, bleibt vorerst ungewiss.