Waldbrände wüten in den Niederlanden und Griechenland
In der niederländischen Provinz Limburg sind mindestens 100 Hektar verbrannt, 300 Touristen evakuiert, während Griechenland mit einem Brand kämpft, der 14.000 Hektar verschlungen hat
In der niederländischen Provinz Limburg sind mindestens 100 Hektar verbrannt, 300 Touristen evakuiert, während Griechenland mit einem Brand kämpft, der 14.000 Hektar verschlungen hat
Große Waldbrände wüten in Europa, wobei die dramatischsten Situationen am Dienstag, dem 4. August 2026, in den Niederlanden und Griechenland zu verzeichnen sind. Im niederländischen Naturschutzgebiet bei Oostrum hat das Feuer innerhalb weniger Stunden etwa 100 Hektar Wald verschlungen und ist noch nicht unter Kontrolle, während in der griechischen Region Attika Feuerwehrleute seit Tagen gegen einen neuen Brandherd kämpfen, der schätzungsweise 14.000 Hektar erfasst hat.
Der Brand brach am Montagabend in der Provinz Limburg aus, und ersten Informationen zufolge begann er in den Baumkronen, von wo aus er sich mit hoher Geschwindigkeit auf den umliegenden Wald ausbreitete. Die Behörden gaben damals bekannt, dass 21 Hektar betroffen seien, doch während der Nacht breitete sich das Feuer aufgrund von trockenem Unterholz und wechselhaftem Wind blitzschnell auf fast die fünffache Fläche aus.
Etwa 300 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte kämpften die ganze Nacht gegen die Flammen. Am Dienstag wurden erneut Hubschrauber eingesetzt, die versuchen, den Brand aus der Luft einzudämmen. Auch das niederländische Militär beteiligte sich mit einem Löschhubschrauber. Die Feuerwehr errichtete zudem eine Schutzschneise im Wald, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Dichte Rauchwolken hingen über dem Gebiet zwischen den Städten Venlo und Nimwegen. Die Auswirkungen sind auch im benachbarten Deutschland spürbar, wo die Behörden des Kreises Kleve die Bürger warnten, dass der Wind den Rauch über die Grenze trägt, und rieten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Brand befindet sich nur 18 Kilometer vom deutschen Flughafen Weeze in der Region Niederrhein entfernt.
Wegen der schlechten Luftqualität wurden etwa 300 Touristen aus einem nahegelegenen Camp evakuiert. Auch der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Nimwegen und Venray wurde vorübergehend eingestellt, da die Einsatzkräfte das Feuer direkt an den Gleisen löschten.
Während die Niederlande mit dem Brand kämpfen, verzeichnet Griechenland noch verheerendere Zahlen. In den letzten neun Jahren sind in der Region Attika etwa 70.000 Hektar verbrannt. Der jüngste Brand bei Psatha hat schätzungsweise 14.000 Hektar verschlungen, und Satellitenüberwachung zeigt wiederholte Ausbrüche und neue Feuerfronten.
Der Forschungsdirektor Haris Kontoes warnt vor einer neuen Realität.
"Wir sind in eine neue Ära eingetreten, in die Ära der Klimakrise",erklärte er und forderte eine stärkere Vorbereitung auf Waldbrände und eine bessere Stadtplanung.
In beiden Ländern stellt der Wind, der ständig die Richtung wechselt und die Flammen auf neue Gebiete ausbreitet, die größte Herausforderung für die Feuerwehr dar. Die Behörden der Provinz Limburg warnten, dass sich Brände in Naturschutzgebieten aufgrund der extrem trockenen Bedingungen sehr schnell ausbreiten können, was die Lage vor Ort zusätzlich erschwert.