Rijeka erhebt sich, um ihren Fluss zu retten
Der Verein "Spasimo Ričinu" sammelt die letzten 3.000 Euro für die Anreise eines schottischen Experten und die Erstellung eines Revitalisierungsplans.
Der Verein "Spasimo Ričinu" sammelt die letzten 3.000 Euro für die Anreise eines schottischen Experten und die Erstellung eines Revitalisierungsplans.
Die Bürgerinitiative und der Verein "Spasimo Ričinu" warnen, dass die Rječina, das Herzstück von Rijeka und ein Schutzgebiet des Natura-2000-Netzes, vor einem ökologischen Kollaps steht. Um die weitere Zerstörung zu stoppen, haben sie mit führenden europäischen Experten einen Revitalisierungsplan ins Leben gerufen, für dessen Umsetzung noch 3.000 Euro fehlen.
Nach Angaben lokaler Aktivisten verwüsten die zuständigen Institutionen und Baufirmen seit Jahren das Flussbett und die Ufer der Rječina. Die Arbeiten werden ohne langfristige Vision durchgeführt, das natürliche Flussbett wird zugeschüttet und einheimische Lebensräume werden zerstört, was ständig neue Eingriffe und die Verschwendung öffentlicher Gelder nach sich zieht. Obwohl das gesamte Gebiet der Rječina formal innerhalb des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000 geschützt ist, wird diese rechtliche Anerkennung in der Praxis ignoriert. Der 20 Kilometer lange Fluss, der im Laufe der Jahrtausende eine beeindruckende Schlucht gegraben hat, wird zu einem betonierten Uferkanal neben der Straße umfunktioniert.
Weniger bekannt ist, dass die Rječina ein Schlüsselpunkt der europäischen Biodiversität ist. Sie ist das wichtigste europäische Zuhause des streng geschützten Dohlenkrebses (Austropotamobius pallipes) und sein Ursprungsort für den gesamten Kontinent. Darüber hinaus beherbergt die Rječina-Schlucht seltene und endemische Forellenarten sowie eine reiche biologische Welt, die nun direkt bedroht ist.
Der Verein "Spasimo Ričinu", ein Team von Experten mit unerschütterlichem Willen, kämpft seit Jahren hartnäckig gegen die Zerstörung. Von der Organisation eines wissenschaftlichen Runden Tisches in Zagreb bis hin zu Tausenden Seiten verarbeiteter Dokumentation haben sie den Boden für den bisher wichtigsten Schritt bereitet: den umfassenden Revitalisierungsplan für die Rječina von der Quelle bis zur Mündung. Im Oktober 2026 wird einer der renommiertesten europäischen Experten für die Revitalisierung von Flussläufen aus Schottland nach Rijeka kommen. Seine Aufgabe ist es, in Zusammenarbeit mit dem lokalen Team einen wasserdichten, fachlich fundierten und umsetzbaren Plan zur Wiederherstellung der Rječina zu erstellen, der an die Gespanschaft Primorje-Gorski kotar, die Stadt Rijeka und alle zuständigen Institutionen gerichtet wird.
Der Verein, seine Mitglieder und Sympathisanten haben die meisten Aktivitäten bisher aus eigenen Mitteln finanziert. Um die Anreise des schottischen Experten und die Erstellung des offiziellen Revitalisierungsplans zu ermöglichen, fehlen noch 3.000 Euro. Ob es sich um eine Spende von 5, 10, 20, 50 oder 100 Euro handelt, ist unerheblich, entscheidend ist, dass sich die Bürger vereinen und diesen historischen Schritt für Rijeka und Umgebung ermöglichen. Spenden können auf das IBAN-Konto HR96 2402 0061 1011 9254 6 mit dem Verwendungszweck "Spende für die Erstellung des Revitalisierungsprojekts der Ričina" überwiesen werden.
"Unter unseren Füßen fließt sie still, die Rječina bringt Leben, doch drängt sich nicht auf."
Aus dem Verein heißt es: "Das endgültige Ziel des Bürgerkampfes ist der dauerhafte Schutz der Rječina und ihre Ausweisung als Naturpark. Auf geht's, Leute, auf geht's Rijeka und Umgebung!"