Die Nationalpolizei der Ukraine veröffentlichte am 4. August 2026 ein erschütterndes Video, das zeigt, wie eine russische FPV-Drohne gezielt einen unbewaffneten Zivilisten jagte und angriff, während dieser auf einem Markt in Cherson Waren verkaufte. Das Opfer, ein 52-jähriger Mann aus der Oblast Mykolajiw, überlebte den Angriff, erlitt jedoch schwere Verletzungen.
Nach Angaben der Polizei "handelte der Mann zum Zeitpunkt des Angriffs auf dem Markt und trug keinerlei Merkmale eines Kämpfers". Durch die Explosion erlitt er ein stumpfes Trauma, Splitterverletzungen und eine Gehirnerschütterung; er wird medizinisch versorgt. Die ukrainischen Behörden dokumentieren diesen Fall als Kriegsverbrechen der russischen Armee.
Alltäglicher Terror gegen Zivilisten
Der Angriff auf dem Markt ist kein Einzelfall. Russische Streitkräfte setzen seit geraumer Zeit fast täglich Drohnen für Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Cherson und Umgebung ein, wobei sie Menschen, Autos, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrzeuge von Rettungsdiensten ins Visier nehmen.
Allein am 3. August 2026 wurden laut Daten, die die Ukrainska Pravda übermittelt, im Gebiet Cherson 18 Zivilisten verletzt und zwei getötet.
Gleichzeitige Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer
Parallel dazu meldete das russische Verteidigungsministerium, dass seine Streitkräfte Frachtschiffe getroffen hätten, die angeblich militärische Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte transportierten. Für die Angriffe wurden Drohnen vom Typ Geran-4 Sikera eingesetzt.
Hier gehen die Informationen aus russischen Quellen auseinander. Während der Kanal RVvoenkor unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium angibt, dass sieben Trockenfrachtschiffe im Hafen von Mykolajiw und auf den Schwarzmeer-Routen getroffen wurden, erwähnt eine andere Quelle, Geroman, Angriffe auf zwei Frachtschiffe im westlichen Schwarzen Meer und im Hafen von Mykolajiw.
Bislang gibt es keine unabhängige Bestätigung dieser Behauptungen oder Informationen über mögliche Opfer unter den Schiffsbesatzungen. Diese Angriffe erhöhen die Spannungen in der Schwarzmeerregion weiter, die für den Export von Getreide und anderen Gütern von entscheidender Bedeutung ist.