Die globale Knappheit an RAM-Speicherchips wird sich nicht nur im nächsten Jahr fortsetzen, sondern sich voraussichtlich 2027 noch verschärfen, und das knappe Angebot wird mindestens bis 2028 anhalten. Diese Prognose gab der südkoreanische Technologieriese Samsung, der etwa ein Drittel der weltweiten Speicherchips produziert und liefert, in seinem Gewinnaufruf für das zweite Quartal ab, wie TechCrunch berichtet.
KI-Unternehmen teilen ihre Pläne mit Samsung
Um den Zugang zur entscheidenden Speicherinfrastruktur zu sichern, haben führende KI-Labore begonnen, ihre mittel- und langfristigen Nachfrageprognosen direkt mit den Herstellern zu teilen. Samsung bestätigte, dass diese Vorhersehbarkeit es ihm ermöglicht, Kunden zu priorisieren, die zu langfristigen Verträgen bereit sind, was ihm helfen wird, Ausrüstung zu installieren und die Produktion zu steigern, ohne Angst vor einem plötzlichen Nachfrageeinbruch zu haben, und so die historischen Auf- und Abschwünge der Speicherindustrie zu vermeiden.
Doppelte Auswirkung auf Samsungs Geschäft
Der durch die KI-Nachfrage angeheizte Anstieg der Chip-Preise ist für Samsung ein zweischneidiges Schwert. Während der Umsatz in seiner Halbleitersparte im zweiten Quartal Rekordhöhen erreichte, sank die Rentabilität der Smartphone- und TV-Sparte, da teurere Chips die Komponentenkosten erhöhten. Um den Druck zu mildern, hat Samsung begonnen, einen Teil dieser steigenden Kosten durch Preiserhöhungen seiner Galaxy-Smartphones und -Tablets an die Verbraucher weiterzugeben, was jedoch zu einem Rückgang der Nachfrage nach diesen Geräten führte.
Apple und Nvidia erhöhen Preise, Verbraucher sind betroffen
Die Speicherknappheit, informell als "RAMaggedon" bezeichnet, hat auch Apple, Samsungs Hauptkonkurrenten, gezwungen, letzten Monat die Preise für seine MacBooks, Macs und iPads zu erhöhen. In seinem jüngsten Gewinnbericht warnte Apple, dass sich das Umsatzwachstum im kommenden Quartal auf 9 bis 11 Prozent im Jahresvergleich verlangsamen werde, ein Rückgang gegenüber der jüngsten vierteljährlichen Wachstumsrate von 16 Prozent, so TechCrunch.
Da Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten von der Unterhaltungselektronik auf KI-Rechenzentren verlagern, kündigen auch andere Akteure Preiserhöhungen an. Nvidia wird voraussichtlich die Preise für seine Consumer-Grafikkarten um 20 bis 30 Prozent erhöhen, was die Preise für Gaming-Geräte, Desktop-Computer, Spielkonsolen und Laptops weiter in die Höhe treiben könnte.
Globaler Preisdruck
Neben dem Druck im Technologiesektor steigen auch die Energiepreise. Die Ölpreise stiegen am Freitag, dem 31. Juli 2026, um mehr als einen Dollar und verzeichneten einen monatlichen Anstieg von 24 Prozent. Der Anstieg erfolgte, nachdem berichtet wurde, dass einige Tanker gezwungen waren, in die Straße von Hormus zurückzukehren, was Händler dazu veranlasste, die Seetransportrouten durch diese wichtige Wasserstraße neu zu bewerten, wie Reforma unter Berufung auf Reuters berichtet. Diese parallelen globalen Trends, obwohl nicht direkt mit Kroatien verbunden, werden die kroatischen Verbraucher indirekt über höhere Preise für elektronische Geräte und Energie betreffen.