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Sexdienstleistungen für Schiedsrichter: Skandal erschüttert den südkoreanischen Verband

Ein zehn Jahre alter Bericht enthüllt, dass der KFA Schiedsrichtern aus mehreren Ländern 'Massagen mit Happy End' zahlte, um Qualifikationsspiele für Olympische Spiele und Weltmeisterschaft zu pfeifen.

Foto: Wikipedia (Južna Koreja)
Kurz gesagt
  • Der südkoreanische Fußballverband (KFA) zahlte von 2011 bis 2012 Sexdienstleistungen an ausländische Schiedsrichter.
  • Der Skandal wurde durch einen Regierungsbericht aus dem Jahr 2016 aufgedeckt, der erst jetzt veröffentlicht wurde.
  • Die Dienste wurden für Schiedsrichter genutzt, die Qualifikationsspiele für die Olympischen Spiele 2012 und die WM 2014 leiteten.
  • Der KFA steht bereits wegen der umstrittenen Ernennung des ehemaligen Trainers unter Untersuchung, und die Verbandsbüros wurden von der Polizei durchsucht.

Der südkoreanische Fußballverband (KFA) steht im Zentrum eines schweren Skandals, nachdem aufgedeckt wurde, dass ausländischen Schiedsrichtern Sexdienstleistungen bezahlt wurden. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, die sich auf einen zehn Jahre alten Bericht des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus beruft, fand diese Praxis im Zeitraum von März 2011 bis März 2012 statt.

Der Bericht, der 2016 erstellt, aber bisher nicht öffentlich gemacht wurde, beschreibt detailliert, wie der KFA Firmenkreditkarten zur Finanzierung sexueller Vergnügungen nutzte. In Massagesalons und anderen Etablissements für Erwachsene in Seoul sowie in anderen Städten, in denen Spiele der südkoreanischen Nationalmannschaft stattfanden, wurden die Dienste in Anspruch genommen.

Qualifikationen für Olympia und WM unter Verdacht

Es handelte sich um sieben Qualifikationsspiele für die Olympischen Spiele 2012 in London und die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. In diesem Zeitraum erzielte die südkoreanische Nationalmannschaft fünf Siege und zwei Unentschieden. Yonhap berichtet, dass etwa zehn Schiedsrichter und Koordinatoren aus Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, Bahrain und Usbekistan die genannten Dienste in Anspruch genommen haben.

Ehemalige KFA-Funktionäre erklärten gegenüber dem Fernsehsender JTBC, dass solche Praktiken "damals üblich" gewesen seien, und fügten hinzu, dass einige Schiedsrichter diese Art von Dienstleistung sogar ausdrücklich verlangt hätten. Prostitution ist in Südkorea gesetzlich verboten, und die Statuten der internationalen Fußballverbände verbieten jegliche Form finanzieller Zuwendungen an Schiedsrichter streng.

Politischer Druck und Ermittlungen

Dieser Skandal kommt zu einer Zeit, in der der KFA bereits unter intensivem politischem Druck steht. Am Donnerstag wurden die Büros des Verbands von den Behörden durchsucht, was Teil einer Untersuchung im Zusammenhang mit der Ernennung von Hong Myung Bo, dem ehemaligen Trainer der Männer-Nationalmannschaft, ist. Die Polizei beschlagnahmte Unterlagen, von denen angenommen wird, dass sie entscheidend sein werden, um aufzudecken, ob es unzulässige Einflussnahme und Behinderung durch KFA-Führungskräfte, darunter den ehemaligen Präsidenten Chung Mong-gyu, gegeben hat.

Häufige Fragen
Was genau wurde in dem Bericht aufgedeckt? +
Der Bericht des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus aus dem Jahr 2016 zeigt, dass der KFA offizielle Karten für die Bezahlung von Sexdienstleistungen für ausländische Schiedsrichter in Massagesalons verwendete.
Auf welche Spiele beziehen sich diese Vorwürfe? +
Es handelt sich um sieben Qualifikationsspiele für die Olympischen Spiele in London 2012 und die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014.
Aus welchen Ländern stammten die Schiedsrichter, die die Dienste erhielten? +
Etwa zehn Schiedsrichter und Koordinatoren kamen aus Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, Bahrain und Usbekistan.
Wie hat der KFA auf diese Vorwürfe reagiert? +
Ehemalige KFA-Funktionäre erklärten, dass solche Praktiken 'damals üblich' gewesen seien, aber der Verband steht derzeit auch wegen anderer Skandale unter Untersuchung.

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