Ein Spaziergang durch die Marmontstraße in Split ist seit dieser Woche eine wahre Reise durch die Geschichte. Entlang der gesamten Promenade wurde eine zweisprachige Ausstellung aufgebaut, die auf 15 Informationstafeln repräsentative Fotografien und detaillierte Beschreibungen einer der wichtigsten Militäroperationen in der kroatischen Geschichte zeigt. Die Ausstellung wurde vom Museum des Kroatischen Unabhängigkeitskrieges in Split organisiert und zieht die Aufmerksamkeit vieler einheimischer Bürger und ausländischer Touristen auf sich.
Von der Morgendämmerung des 4. August bis zum endgültigen Sieg
Die Ausstellung erinnert daran, dass die Militäroperation "Oluja" (Sturm) in der Morgendämmerung des 4. August 1995 gestartet wurde. General Zvonimir Červenko, der an der Spitze des Generalstabs der Kroatischen Armee stand, befahl den Durchbruch, und dann begann die Offensive aus 31 Richtungen entlang einer etwa 670 Kilometer langen Front. Das Ziel war klar: die besetzten Gebiete in Dalmatien, Lika, Kordun und Banovina zu befreien.
Bereits am nächsten Tag, dem 5. August 1995, wehte die kroatische Flagge stolz auf der Festung von Knin. Bis zum 6. August waren Kordun, Banovina, Plitvice und Norddalmatien befreit, und einen Tag später, am 7. August, auch das Gebiet von Karlovac und die übrigen Teile von Lika und der Gespanschaft Sisak-Moslavina, die unter Besatzung standen. Die Operation endete am 8. August 1995 mit der Befreiung des Gebiets von Lička Kaldrma bis zum Bahnhof Una und der bedingungslosen Kapitulation des 21. Korps der Serbischen Armee der Krajina.
Zahlen, die vom Opfer zeugen
Die Tafeln liefern auch erschöpfende Daten über die an der Operation beteiligten Kräfte. An "Oluja" nahmen 116.900 Angehörige der Kroatischen Armee, 14.500 Angehörige des Innenministeriums und 7.400 Angehörige des Kroatischen Verteidigungsrates teil. Der Preis der Freiheit war hoch: 196 kroatische Verteidiger fielen, drei wurden gefangen genommen, und 15 werden weiterhin als vermisst geführt. Die Zahl der Verteidiger, die Verletzungen erlitten, ob leicht oder schwer, betrug 1.100. Auf der gegnerischen Seite wurden 560 getötete Angehörige der Serbischen Armee der Krajina verzeichnet.
Die Operation "Oluja" markierte das Ende des Parastaates Republik Serbische Krajina und schuf die Voraussetzungen für die friedliche Reintegration des kroatischen Donaugebietes, die am 15. Januar 1998 abgeschlossen wurde. In Erinnerung an diesen entscheidenden Sieg und das Opfer der kroatischen Verteidiger wird der 5. August als Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit sowie als Tag der kroatischen Verteidiger begangen.
Die Ausstellung wurde unter der Schirmherrschaft der Gespanschaft Split-Dalmatien und der Stadt Split realisiert, und wie das Fotoreporterteam von DalmacijeDanas festhielt, ist die Installation in diesen Tagen zu einem unverzichtbaren Anziehungspunkt für alle geworden, die das Stadtzentrum durchqueren.