Štimac veröffentlichte Stepinacs Rede
Der ehemalige Nationaltrainer teilte auf Facebook die Rede des seligen Alojzije Stepinac aus dem Jahr 1938, in der das Verhältnis von Glaube und Patriotismus klar definiert wird.
Der ehemalige Nationaltrainer teilte auf Facebook die Rede des seligen Alojzije Stepinac aus dem Jahr 1938, in der das Verhältnis von Glaube und Patriotismus klar definiert wird.
Der ehemalige kroatische Fußballnationalspieler und -trainer Igor Štimac hat am 7. August 2026 auf seinem Facebook-Profil die Rede des seligen Alojzije Stepinac aus dem Jahr 1938 geteilt. Die Rede, die ursprünglich an kroatische Intellektuelle gerichtet war, behandelt das Verhältnis des katholischen Intellektuellen zu seinem eigenen Volk und den wahren Patriotismus.
Stepinac wies in seiner Ansprache sofort die These zurück, dass gebildete Menschen nicht zu ihrem Volk gehören. "Und wozu bildet ihr euch dann? Wozu eure Anstrengungen und Mühen um den Erwerb von Wissen?", fragte er und betonte, dass ein Volk ohne gesunde und ehrliche Intelligenz nicht vorankommen könne, so wie ein Mensch ohne Kopf nicht funktionieren könne.
Besonders ging er auf den Einwand ein, dass Katholiken wegen ihrer Treue zur Kirche "international" seien und daher weniger loyal zu ihrem Volk. "Seid ihr wirklich deshalb, weil ihr eure Treue zur Kirche dokumentiert, dazu verurteilt, weniger volksverbunden zu sein als andere? Oder seid nicht gerade ihr, die ihr die Kirche achtet und ihrer Lehre folgt, seid nicht, sage ich, gerade ihr die wahre volkstümliche Intelligenz und die Hoffnung des Volkes?", so seine Botschaft.
In der Rede wird betont, dass viele aus falschen Gründen über die Liebe zum Volk sprechen. "Es wird viel, das ist wahr, über die Liebe zum Volk gesprochen. Aber viele sprechen darüber, weil es ihrem Geldbeutel nützt. Andere wiederum, um leichter verschiedene Schmutzigkeiten zu verdecken. Dritte, weil sie nach Ruhm gieren", sagte Stepinac und fügte hinzu, dass für einen überzeugten Katholiken die Liebe zum Volk eine moralische und ethische Pflicht sei, kein Gegenstand des Handels.
An die kroatischen Intellektuellen richtete er direkt die Worte: "Eure Liebe zum kroatischen Volk kann kein Gegenstand des Handels sein, sondern ist eine moralische Pflicht. Wenn ihr diese Pflichten also nicht erfüllt, wärt ihr überhaupt keine Katholiken, so wie auch ich kein katholischer Bischof wäre, wenn ich mein Volk nicht aufopferungsvoll lieben würde."
"Ein christlicher Katholik darf nicht nur, sondern muss das Volk lieben, aus dem er hervorgegangen ist. Das liegt bereits in der Natur des Menschen. Das Christentum zerstört nicht das natürliche Gesetz, sondern vervollkommnet und veredelt es."
Der selige Alojzije Stepinac beschrieb das Volk als "große Familie, große Blutsverwandtschaft". Er erklärte, dass man das eigene Volk mehr liebt als andere, "aber ohne dabei irgendein Volk zu hassen oder zu verachten". Die Liebe zum Volk und zum Glauben, betonte er, "schließen sich keineswegs aus, sondern ergänzen sich schön wie zwei Zwillingsschwestern".
Er erinnerte auch an biblische Beispiele von Jesus Christus, der Mutter Gottes, des Propheten Jeremia und des Apostels Paulus, der schrieb: "Ich wünschte, selbst von Christus verworfen zu sein für meine Brüder, die meine Verwandten nach dem Fleisch sind."
Stepinac betonte, dass die katholische Kirche in ihrem Wirken das nationale Gefühl weitgehend berücksichtigt. Sie stellt Priester und Bischöfe, die die Sprache des Volkes sprechen, und respektiert Bräuche, die nicht im Widerspruch zum Christentum stehen. Er schloss, dass die Behauptung, Katholiken könnten ihr Volk nicht wirklich lieben, eine "leere Erfindung" sei.
"Wir wagen zu sagen, dass man bei Menschen, deren Leben nicht im Einklang mit dem Gesetz Gottes und dem Evangelium Christi steht, nicht von wahrer Liebe zu ihrem Volk sprechen kann", so seine Botschaft. Als größtes Gut für das Volk nannte er nicht Geld, Land, Wissenschaft oder Gewalt, sondern "Glaube und Moral, Ehre und Ehrlichkeit". Die Rede schloss er mit den Worten: "Der katholische Glaube ist das erste und größte Gut des kroatischen Volkes, wie unsere gesamte Geschichte deutlich bezeugt."