Šuta kritisiert Städte und Gemeinden
Der Bürgermeister von Split hat Gemeinden, die zur Deponie Karepovac tendieren und nur acht bis zehn Prozent Mülltrennung erreichen, scharf kritisiert und dies als 'verhängnisvoll und schlecht' bezeichnet.
Der Bürgermeister von Split hat Gemeinden, die zur Deponie Karepovac tendieren und nur acht bis zehn Prozent Mülltrennung erreichen, scharf kritisiert und dies als 'verhängnisvoll und schlecht' bezeichnet.
Der Bürgermeister von Split, Tomislav Šuta, hat am Mittwoch in der Sendung RTL Danas eine deutliche Botschaft an Städte und Gemeinden gerichtet, die die Ziele der Mülltrennung nicht erfüllen. Er betonte, dass es eine Reihe von Treffen gegeben habe, bei denen die kollektive Verantwortung hervorgehoben wurde, viele jedoch nicht die erforderlichen Maßnahmen ergriffen hätten.
"Ich vertrete die Bürger der Stadt Split und habe Verantwortung gegenüber allen Bürgern. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Kapazitäten erschöpft sind und dass die anderen Städte und Gemeinden alle Maßnahmen ergreifen müssen. Diejenigen, die sich beschweren, sollten lieber an die Arbeit gehen, denn sie hatten genug Zeit", so Šuta gegenüber RTL Danas.
Der Bürgermeister erinnerte daran, dass alle lokalen Gebietskörperschaften die Mülltrennungsquote auf 50 Prozent erhöhen sollten, um die Menge an gemischtem Hausmüll zu reduzieren. Er ist der Ansicht, dass die Bürgermeister und Gemeindevorsteher sich der gesamten Dynamik bewusst waren, ihre Bürger jedoch offensichtlich nicht informiert haben. Er fügte hinzu, dass sie genug Zeit gehabt hätten, um sogar 90 Prozent Trennung zu erreichen.
Besonders hob er die Gemeinden hervor, die zur Deponie Karepovac tendieren. "Wir haben Gemeinden, die zur Deponie Karepovac tendieren und heute noch bei acht bis zehn Prozent Mülltrennung liegen. Das ist verhängnisvoll und schlecht. Alle müssen sich der Mülltrennung annehmen, das ist die Hauptbotschaft", betonte Šuta.
Gleichzeitig arbeitet man in Split daran, die Mülltrennungsquote von derzeit 30 Prozent auf die angestrebten 50 Prozent zu erhöhen. Šuta ist überzeugt, dass es in der Stadt keine Probleme mit der Abfallentsorgung geben wird, räumte jedoch ein, dass dies nur eine kurzfristige Lösung sei. Die langfristige Lösung sieht er im Bau des Abfallwirtschaftszentrums in Lećevica, dessen Fertigstellung erst 2028 erwartet wird.
"Das Müllproblem wird nicht allein durch die Eröffnung von Lećevica gelöst. Es ist vorgesehen, dass 50 Prozent des nicht getrennten Abfalls, also gemischter Hausmüll, nach Lećevica transportiert werden. Städte und Gemeinden haben Ziele, die sie erfüllen müssen", schloss Šuta.
Er appellierte erneut an die Bürger, so viel wie möglich Müll zu trennen, da die Entsorgung zu einem "teuren Sport" geworden sei, der sich direkt auf den Preis der kommunalen Dienstleistung auswirke.