iPhone-Nutzer weltweit, mehr als eine Milliarde, konnten am Montag kurzzeitig die beliebte Messaging-App Telegram nicht mehr herunterladen oder aktualisieren. Apple entfernte die App am 5. August 2026 vorübergehend aus seinem App Store, nachdem eine interne Prüfung einen Verstoß gegen die Richtlinien zu Inhalten im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern (CSAM) festgestellt hatte.
Apple bestätigte die Entfernung, und Telegram reagierte schnell, sie entfernten die beanstandeten Inhalte und blockierten den Nutzer, der sie veröffentlicht hatte. Danach wurde die App wieder in den App Store aufgenommen und ist erneut verfügbar.
Ironische Reaktion von Telegram
Telegram reagierte auf Apples Entscheidung im sozialen Netzwerk X mit einer ironischen Botschaft. Wie Bug.hr berichtet, erklärte Telegram, man hoffe, dass "dieselben Kriterien künftig gleichermaßen auf alle Apps im App Store angewendet werden".
Zudem betonte man, dass täglich Zehntausende Gruppen und Kanäle blockiert und Millionen von Beiträgen entfernt werden, die gegen die eigenen Regeln verstoßen, was darauf hindeutet, dass man aktiv gegen unangemessene Inhalte vorgeht.
Geschichte der Probleme mit Apple und rechtliche Schwierigkeiten
Dies ist nicht das erste Mal, dass Apple Telegram aus seinem App Store entfernt hat. Dasselbe geschah bereits 2018, ebenfalls wegen Materials im Zusammenhang mit sexueller Gewalt gegen Kinder.
Der Geschäftsführer von Telegram, Pawel Durow, sieht sich zudem ernsteren rechtlichen Problemen gegenüber. 2024 wurde er von den französischen Behörden festgenommen und beschuldigt, bei unerlaubten Handlungen geholfen und an der Verbreitung von Inhalten mit sexuellem Missbrauch von Kindern teilgenommen zu haben. In der Folge nahm Telegram mehrere Änderungen vor, etwa die Abschaffung einiger Funktionen, die für Missbrauch genutzt wurden, sowie Änderungen bei der Funktionsweise privater Chats.
In jüngerer Zeit hat auch der russische Geheimdienst FSB Durow der Mithilfe bei Terrorismus beschuldigt, was die rechtliche Lage des Telegram-Gründers noch komplexer macht.