Die vorgeschlagene Flotte aus 15 Kriegsschiffen, die nach Präsident Donald Trump benannt sind, könnte die amerikanischen Steuerzahler 275 Milliarden Dollar kosten, wie das Congressional Budget Office (CBO) am Mittwoch, dem 5. August 2026, mitteilte. Diese Zahl stellt eine Steigerung von mehr als 50 Prozent gegenüber früheren Prognosen dar und macht diese Schiffe zu den teuersten Kriegsschiffen, die je gebaut wurden.
Laut dem Bericht dieser unabhängigen parlamentarischen Agentur, der von der New York Times zitiert wird, werden die Kosten für das erste atomgetriebene Schiff auf 23,4 Milliarden Dollar geschätzt. Das sind sogar acht Milliarden Dollar mehr als die ursprüngliche Schätzung der US-Marine. Jedes weitere Schiff dieser Klasse würde durchschnittlich 18 Milliarden Dollar kosten.
Atomantrieb treibt den Preis in die Höhe
Der Hauptgrund für die drastische Kostensteigerung ist die Entscheidung von Präsident Trump, die Schiffe mit Atomantrieb auszustatten. Diese Änderung hat die Gesamtkosten des Projekts im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen erheblich erhöht.
Zum Vergleich: Der CBO nennt die USS Gerald R. Ford, den größten Flugzeugträger der Welt, der 2008 etwa 13,3 Milliarden Dollar kostete. Inflationsbereinigt beträgt dieser Preis im Jahr 2026 mehr als 20 Milliarden Dollar. Interessanterweise besuchte genau die USS Gerald R. Ford am 28. März 2026 Split, was der AFP-Fotograf Elvis Barukcic festhielt.
Bewaffnung und Größe
Die Schiffe der 'Trump-Klasse' werden deutlich größer sein als die aktuellen amerikanischen Zerstörer und Kreuzer, ihre Verdrängung wird jedoch etwas geringer sein als die der letzten amerikanischen Schlachtschiffe der Iowa-Klasse, die in den 1990er Jahren außer Dienst gestellt wurden. Laut den Details aus dem CBO-Bericht werden die Schiffe schwer bewaffnet sein mit Flugabwehr- und Schiffsabwehrraketen, Hyperschallwaffen, nuklearen Marschflugkörpern, Lasern und einer elektromagnetischen Kanone.
Präsident Trump kündigte das Projekt dieser neuen Klasse von Kriegsschiffen im Dezember 2025 an, eine Ehre, die normalerweise erst Führungspersönlichkeiten nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt zuteilwird.
Wettlauf mit China
Das Projekt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Washington in Bezug auf die Gesamtzahl der Schiffe in seiner Marine erheblich hinter Peking zurückliegt. Ein letztes Jahr dem Kongress vorgelegter Bericht hatte bereits die Besorgnis amerikanischer Militärbeamter und anderer Beobachter über die Geschwindigkeit des chinesischen Schiffbaus hervorgehoben.