Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) gab am Montag, dem 3. August 2026, bekannt, dass seine Kräfte während der letzten Woche eine Reihe wichtiger russischer militärischer und energetischer Ziele getroffen haben. Zu den Zielen gehörten fünf Ölraffinerien, das Luftfahrtwerk Jevpatorija, der Luftwaffenstützpunkt Khanskaya sowie vier Flugabwehrradare, zusätzlich zu Munitions- und Treibstofflagern.
Die Angriffe wurden mit unbemannten Luftfahrzeugen durchgeführt, und laut einem Bericht, der von NOELREPORTS UA übermittelt wurde, wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt Khanskaya zwei Kampfflugzeuge Su-35 und zwei Trainingsflugzeuge beschädigt. Der SBU nennt auch Angriffe auf die Hafeninfrastruktur von Taman sowie mehrere logistische und Lagerobjekte für Munition.
Details der 40-tägigen Operation auf dem Stützpunkt Khanskaya
Nach zusätzlichen Informationen, die von Ukrainian Witness veröffentlicht wurden, wurde der Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Khanskaya bei der Stadt Maikop im Rahmen einer 40-tägigen Operation durchgeführt. Bei dieser Aktion trafen Drohnen zwei Kampfflugzeuge Su-35 und zwei Trainingsflugzeuge. Hier weichen die Berichte voneinander ab: Während NOELREPORTS UA angibt, dass es sich um Modelle L-39 handelt, behauptet Ukrainian Witness, dass ältere L-29-Trainingsflugzeuge getroffen wurden.
Beide Quellen sind sich einig, dass der Stützpunkt erheblichen Schaden erlitten hat, aber der Unterschied im Flugzeugtyp bleibt unbestätigt. Auch die Treibstoffinfrastruktur und andere Einrichtungen auf dem Flugplatz wurden beschädigt, was auf die Präzision und Koordination der ukrainischen Kräfte bei der Bekämpfung von Zielen Hunderte Kilometer innerhalb russischen Territoriums hinweist.
Eskalation der Angriffe auf die russische Infrastruktur
Diese Angriffe sind Teil eines breiteren Musters der Intensivierung ukrainischer Angriffe auf Ziele tief in Russland, insbesondere auf wirtschaftliche und energetische Infrastruktur. Wie Dnevnik.hr berichtet, zielt die Ukraine in den letzten Monaten zunehmend auf solche Ziele, um die russischen logistischen und wirtschaftlichen Kapazitäten zu schwächen.
In diesem Zusammenhang berichtet Dnevnik.hr auch über einen Brand, der am 3. August 2026 in einem Lagerhaus des russischen E-Commerce-Unternehmens Wildberries ausgebrochen ist, was bereits der dritte derartige Vorfall innerhalb von nur zwei Wochen ist. Die Gründerin dieses Unternehmens, auch bekannt als "russischer Amazon", steht unter internationalen Sanktionen, was die Dimension der Wirtschaftskriegsführung zusätzlich unterstreicht.