Der Kroatische Feuerwehrverband (HVZ) hat am Dienstag einen dringenden Appell an die Bürger gerichtet, keine Drohnen mehr zu verwenden und die Brandbekämpfung nicht zu behindern. Die Warnung erfolgt nach einem kürzlichen Vorfall bei der Siedlung Vrsi in der Gespanschaft Zadar, bei dem der Einsatz von Löschflugzeugen am Brandherd gestoppt werden musste. Gleichzeitig wies die Freiwillige Feuerwehr Zlarin auf ihr eigenes, brennendes Problem hin, einen unpassierbaren Heliport und das fahrlässige Verhalten von Schaulustigen.
Fluggeräte und Boote behindern Löschmaßnahmen
Der HVZ betonte, dass die Anwesenheit von Drohnen in der Löschzone die Sicherheit der Flugzeugbesatzungen und der Feuerwehrleute am Boden direkt gefährdet. In einer Mitteilung, die von der Zadarski list übernommen wurde, beschrieben sie die potenziell katastrophalen Folgen im Detail. "Ein Aufprall einer Drohne auf ein Löschflugzeug kann das Flugzeug schwer beschädigen oder sogar zum Absturz bringen. Wenn die Flugzeugbesatzungen eine Drohne im Einsatzgebiet bemerken, brechen sie die Löschaktion sofort ab, was die Lage am Boden erheblich erschwert", so der HVZ.
Neben Drohnen bereiten auch Boote Probleme, die sich den Stellen nähern, an denen die Flugzeuge Wasser aus dem Meer oder See aufnehmen. Die Bürger werden aufgefordert, sich dem Brandort weder zu Fuß noch mit Fahrzeugen zu nähern, um Aufnahmen oder Fotos zu machen, da dies den Einsatz behindert und sie selbst in unmittelbare Gefahr bringt.
Anzeigen bei der Polizei und Aufruf zur Verantwortung
"Wir warnen die Bürger erneut, verwenden Sie keine Drohnen, um Brandherde zu filmen, und behindern Sie nicht die Brandbekämpfung oder andere Einsätze der Feuerwehr aus Neugier oder zum Spaß. Jede unbefugte Aufnahme eines Brandes mit einer Drohne wird der Polizei gemeldet", heißt es in dem Appell des Kroatischen Feuerwehrverbands, den N1 Hrvatska übernimmt.
Der HVZ erinnert die Bürger daran, im Falle der Entdeckung eines Brandes sofort die Feuerwehr unter der Nummer 193 zu rufen. Für weitere Informationen wird Vedran Runjić als Kontaktperson genannt.
Zlarin: Heliport unbrauchbar, Einsätze erschwert
Während sich der Appell des HVZ auf Gefahren aus der Luft und vom Meer bezieht, kämpft die Feuerwehr von Zlarin mit Problemen am Boden. Die Freiwillige Feuerwehr Zlarin warnte über soziale Medien, dass sie in diesem Sommer zum dritten Mal in einer Situation sei, in der der Heliport unpassierbar und nicht gesichert sei. In einem Beitrag, den DalmacijaDanas übernimmt, wiesen sie ironisch auf die Absurdität der Situation hin: Es sei leichter gewesen, etwa zweihundert Badegäste vom Strand zu evakuieren, eine Strandbar vorübergehend zu schließen und gefährliche Gegenstände zu entfernen, als den Heliport für Notfälle einsatzbereit zu machen.
Neben den infrastrukturellen Problemen weist die Feuerwehr von Zlarin auch auf das unverantwortliche Verhalten der Besucher hin. Während der Einsätze müssen sie sich durch Menschenmengen kämpfen, und Schaulustige, einschließlich Kinder, nähern sich den Einsatzfahrzeugen. "Die unerträgliche Kunst des Ignorierens verdient einen Preis, falls es einen gibt", so die scharfe Botschaft der Freiwilligen Feuerwehr Zlarin, die an Bürger und Gäste appelliert, die Anweisungen der Feuerwehr zu respektieren und einen reibungslosen Einsatz zu ermöglichen.
Jede Sekunde zählt
Die Feuerwehr von Zlarin betont, dass in Krisensituationen jede Sekunde entscheidend sein kann. Verantwortungsvolles Verhalten aller Anwesenden kann den Unterschied zwischen einem schnellen und erfolgreichen Einsatz und schwerwiegenden Folgen ausmachen. Die Appelle beider Feuerwehrinstitutionen, wenn auch von verschiedenen Orten, teilen dieselbe Botschaft: Neugier und Unverantwortlichkeit Einzelner gefährden direkt Menschenleben und behindern die Arbeit derer, die sie retten.