Feuerwehrleute in Albanien löschen Brände
Italien gibt rote Warnungen für die meisten Städte heraus, Ungarn appelliert an die Reduzierung des Stromverbrauchs, und die britische Ernte steht vor dem schlechtesten Ergebnis seit 1984.
Italien gibt rote Warnungen für die meisten Städte heraus, Ungarn appelliert an die Reduzierung des Stromverbrauchs, und die britische Ernte steht vor dem schlechtesten Ergebnis seit 1984.
Albanische Feuerwehrleute kämpfen am Mittwoch gegen einen Brand in der südlichen Region Mallakaster, der etwa fünfzehn Familien zusammen mit ihrem Vieh und Haustieren zur Evakuierung gezwungen hat, während die Hitzewelle weiterhin große Teile Süd- und Osteuropas unter Druck hält.
Europa, der am schnellsten erwärmende Kontinent der Welt, wurde in diesem Sommer von Rekordhitze und verheerenden Waldbränden heimgesucht, wobei Frankreich und Spanien besonders stark betroffen sind. Der Schwerpunkt der Hitzewelle hat sich nun verlagert, und Italien hat für die meisten seiner Großstädte rote Warnungen herausgegeben, da die Temperaturen in einigen Gebieten bis zu 40 Grad Celsius erreichen.
In Albanien wurden laut Angaben der Rettungsdienste gegenüber Reuters Boden- und Luftkräfte eingesetzt, um zu verhindern, dass das Feuer Häuser im Dorf Riban erfasst. Gleichzeitig laufen weiterhin Bemühungen, einen weiteren Brand einzudämmen, der wahrscheinlich durch einen Blitzschlag in der Bergregion südlich der albanischen Stadt Gjirokastra ausgelöst wurde.
Im benachbarten Griechenland hat ein Brand, der vermutlich durch einen Funken von Stromleitungen verursacht und durch Sommerwinde angefacht wurde, Häuser beschädigt, zu Notevakuierungen geführt und Tausende Hektar landwirtschaftlicher Flächen in der Nähe eines beliebten Ferienortes nordwestlich von Athen zerstört. Der Brand ist weitgehend unter Kontrolle, aber Hunderte von Feuerwehrleuten mit sechs Hubschraubern sind weiterhin in der Gegend im Einsatz, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Die Hitzewelle hat auch Osteuropa erfasst. Ungarische Unternehmen und Haushalte haben in dieser Woche ihren Stromverbrauch reduziert, nachdem die Regierung angesichts der schweren Dürre dazu aufgerufen hatte, den Druck auf das Stromnetz zu verringern. In Budapest wird der Höhepunkt der Hitzewelle für Mittwoch und Donnerstag erwartet, mit Temperaturen zwischen 40 und 42 Grad Celsius.
Der heiße und trockene Sommer fordert einen schweren Tribut in der Landwirtschaft. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse steht die britische Getreideernte vor dem schlechtesten Ergebnis seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen, also seit 1984, da die Ernten nach einer der trockensten und heißesten Frühjahrs-Sommer-Perioden in der Geschichte verdorren.