Landwirtschaftsminister David Vlajčić hat am Freitag eindringlich vor dem wachsenden Problem des illegalen Imports und Schmuggels von Schweinefleisch, insbesondere in Dalmatien, gewarnt. Nach seinen Worten stellen solche Handlungen eine direkte Bedrohung für das Überleben der heimischen Produktion dar und schaffen unlauteren Wettbewerb für kroatische Erzeuger, alles wegen, wie er sagte, "schnellem Profit".
"Es ist unverständlich, dass wegen des Profits Einzelner die gesamte kroatische Schweineproduktion gefährdet wird. Das sind Beispiele, bei denen die kroatische Schweinehaltung mit unlauterem Wettbewerb und einem völlig unbedachten Zustand konfrontiert ist, nur wegen schnellem Profit. Einfach gesagt, die gesamte kroatische Schweinehaltung ist gefährdet", erklärte Minister Vlajčić nach der Sitzung des lokalen Krisenstabs für Afrikanische Schweinepest in Požega, wie Poslovni dnevnik berichtet.
Hinweise aus der Praxis und Krankheitsrisiko
Der Minister enthüllte, dass das Ministerium kontinuierlich Hinweise aus der Praxis erhält, dass gerade in Dalmatien illegal Fleisch importiert und geschmuggelt wird, das in Gastronomiebetrieben landet. Er betonte, dass solche Handlungen klar verurteilt werden müssen, da sie neben der Verletzung kroatischer und europäischer Vorschriften auch das Risiko der Einschleppung gefährlicher Infektionskrankheiten erheblich erhöhen. Er fügte hinzu, dass die Bürger selbst begonnen haben, solche Fälle zu melden.
Im Rahmen des Kampfes gegen den Schmuggel kündigte er an, dass auf nationaler Ebene bereits verstärkte Kontrollen an den Grenzübergängen sowie eine verstärkte Überwachung des Verkehrs eingeleitet wurden. Laut Dnevnik.hr wurden bereits mehrere Fälle entdeckt, die die kroatische Schweinehaltung gefährden; die Öffentlichkeit wird über die Ergebnisse der Ermittlungen nach deren Abschluss informiert.
Lage bei Afrikanischer Schweinepest und anderen Krankheiten
Mit Blick auf die epidemiologische Lage erklärte Vlajčić, dass die Situation mit der Afrikanischen Schweinepest in der Gespanschaft Požega-Slawonien derzeit zufriedenstellend sei, warnte jedoch, dass es keinen Raum für Entspannung gebe. Er kündigte an, dass in der kommenden Woche verstärkte Kontrollen der Veterinäraufsicht in den am stärksten betroffenen Gespanschaften beginnen und die verstärkte Bejagung von Wildschweinen fortgesetzt wird.
Der Minister warnte auch vor der Sensibilität der Lage bei anderen Infektionskrankheiten. Seit dem 14. Juli 2026 wurde kein neuer Fall der Pest der kleinen Wiederkäuer registriert, jedoch betonte er, dass eine reale Gefahr der Einschleppung der Schaf- und Ziegenpocken aus Nachbarländern besteht, was schwerwiegende Folgen für die Tierproduktion haben könnte. Er erinnerte daran, dass Spanien seit Jahrzehnten mit der Afrikanischen Schweinepest kämpft, und appellierte erneut an die Erzeuger, sich konsequent an alle Biosicherheitsmaßnahmen zu halten.