Die sommerliche Tourismussaison auf der zadarischen Halbinsel bringt auch in diesem Jahr die bekannten Verkehrsprobleme mit sich. Die historische Altstadt, die Jahrhunderte vor dem Automobil geplant wurde, hat zunehmend Schwierigkeiten, dem Druck des modernen Verkehrs standzuhalten, und die Schlüsselfrage ist erneut in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt. In der aktuellen Stunde des Stadtrats der Stadt Zadar, die am 1. August 2026 stattfand, wiesen die Stadträte auf die wachsenden Staus hin, und der Bürgermeister kündigte erste konkrete Schritte an.
Chaos auf dem am stärksten belasteten Abschnitt
Der Stadtrat Marin Pijaca wies auf die dramatische Situation in der Ulica Zadarskog mira hin, auf dem Abschnitt zwischen dem Forum und der zadarischen Riva. Nach seinen Worten führen die ununterbrochenen Fußgängerüberwege zu Fahrzeugkolonnen, die sich bis zum Arsenal erstrecken, und die Verkehrsregelung an dieser Stelle existiert praktisch nicht.
"Es entstehen große Staus. Bewohner der Halbinsel haben mich kontaktiert und auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Wir sollten die Installation einer Fußgängerampel in Betracht ziehen oder zumindest bis zum Ende des Sommers einen Verkehrshelfer, einen sogenannten 'Bobby', engagieren. Fußgänger hören hier nicht auf, die Straße zu überqueren, die Fluktuation ist extrem hoch, und besonders abends schauen viele nicht einmal, ob Fahrzeuge kommen", warnte Pijaca, wie eZadar berichtet.
Erlić: Die Halbinsel kann nicht mehr so viele Fahrzeuge aufnehmen
Auf die Initiative antwortete Bürgermeister Šime Erlić und gab zu, dass es sich um eine der größten verkehrlichen Herausforderungen in den Sommermonaten handelt. "Gestern habe ich zu diesem Thema auch in den Medien gesprochen. Wir erleben, dass die Halbinsel im Herzen der Tourismussaison eine enorme Anzahl von Gästen, aber auch von Fahrzeugen hat. Es entsteht ein echtes Chaos auf der Straße. Es ist Sommer, die Leute machen einen Spaziergang, und gerade dieser Abschnitt entlang der Riva ist einer der am stärksten belasteten", sagte Erlić.
Der Bürgermeister betonte die Ernsthaftigkeit der Situation mit einer konkreten Zahl. "Es wird immer schwieriger, so viele Fahrzeuge auf der Halbinsel aufzunehmen. Wir haben Situationen, in denen auf einen Parkplatz 20 oder sogar 30 Fahrzeuge kommen. Das ist eine ernsthafte Herausforderung, und deshalb erstellen wir zusammen mit der Fakultät für Verkehrswissenschaften eine Verkehrsstudie, also eine detaillierte Analyse, um langfristige Lösungen zu finden", betonte er.
Erster Test des neuen Konzepts bereits am 4. August
Die erste große Veränderung vor Ort wird bereits in wenigen Tagen stattfinden. Wegen des Konzerts am Vorabend des Sieges- und Dankbarkeitstags auf dem Forum, wo eine große Besucherzahl erwartet wird, wird am 4. August 2026 ein Teil der Halbinsel für den Verkehr gesperrt.
"Wir wissen bereits jetzt, dass es am 4. August riesige Staus geben wird. Deshalb werden wir diesen Teil der Halbinsel für den Verkehr sperren. Wir werden die Bürger rechtzeitig informieren, dass ab dem Lančana-Tor nur noch Anwohner der Halbinsel und berechtigte Fahrzeuge passieren dürfen. Im Grunde genommen wird dieser Straßenabschnitt an Wochenenden oder wenn wir im Voraus wissen, dass eine große Menschenansammlung zu erwarten ist, zur Fußgängerzone. Diese Praxis gibt es auch in anderen Städten, zum Beispiel in Poreč", so Erlić.
Scan Car und Fußgängersicherheit
Die Diskussion über den Verkehr auf der Halbinsel berührte auch das Problem des illegalen Parkens. Der Stadtrat Hrvoje Marić kündigte an, dass die Stadt aufgrund zahlreicher Beschwerden von Bürgern den Einsatz von Scan-Car-Fahrzeugen ausweiten will, insbesondere in der Ulica Franje Petrića. Dabei betonte er, dass das primäre Ziel nicht die Repression sei.
"Die Sicherheit der Fußgänger ist uns am wichtigsten. Es ist nicht unser Ziel, Fahrzeuge zu bestrafen, sondern einen normalen Durchgang für Fußgänger zu gewährleisten. Scan Car wird überall dort eingesetzt, wo sich ein Bedarf zeigt", so Marić.