GNK Dinamo hat einen großen Schritt in Richtung Playoff der UEFA Champions League gemacht. Im ersten Spiel der 3. Qualifikationsrunde am Dienstag, dem 4. August 2026, im Stadion von Maksimir deklassierte die Mannschaft von Trainer Mario Kovačević den litauischen Meister Kauno Žalgiris mit 5:0. Das Rückspiel in Litauen in der kommenden Woche wird nur noch eine Formalität sein, und die Blauen können ihren Fokus bereits auf das norwegische Team Viking richten, das sie in der letzten Qualifikationsphase erwartet.
Dinamo übernahm von der ersten Minute an die Kontrolle über das Spiel und ließ keine Zweifel am Sieger aufkommen. Obwohl Luka Stojković in der 13. Minute eine große Chance vergab, zappelte der Ball erstmals in der 32. Minute im Netz der Gäste. Miha Zajc traf mit einem präzisen Schuss von der Strafraumkante zur 1:0-Führung. Nur eine Minute später erhöhte Scott McKenna per Kopf nach einer Flanke von Vinlöf und mit Hilfe von Benchaib auf 2:0, womit die Frage nach dem Sieger praktisch schon in der ersten Halbzeit beantwortet war.
Torfeuerwerk in der zweiten Halbzeit: Lisica, Stojković und Kačavenda sorgen für das Debakel
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Mateo Lisica mit einem kräftigen Schuss auf 3:0. Dion Drena Beljo hätte wenige Minuten später das vierte Tor erzielen können, doch Torhüter Tomas Svedkauskas parierte seinen Versuch glänzend. Kauno Žalgiris, das von der Bank aus von Željko Sopić betreut wird, gab erst in der 67. Minute seinen ersten Schuss aufs Tor ab, als Franco Baldassarra den Pfosten traf.
Die Schlussphase gehörte erneut den Zagrebern. Luka Stojković traf in der 76. Minute mit einem präzisen Schuss zum hohen 4:0, und den Endstand stellte Lukas Kačavenda in der Nachspielzeit her. Die Feierlichkeiten der Fans in Maksimir wurden auch von Vereinsfotograf Luka Stanzl festgehalten, dessen Fotos auf dem offiziellen Twitter-Profil des Klubs veröffentlicht wurden.
Slowenische Nostalgie: "Was würden wir dafür geben, wenn er zurückkäme"
Neben den Fans in Zagreb verfolgten auch die slowenischen Medien das Spiel aufmerksam, die die Auftritte des 32-jährigen Mittelfeldspielers Miha Zajc besonders genau beobachten. Er trug vor mehr als drei Jahren das Trikot von Olimpija Ljubljana, für die er 83 Spiele absolvierte und dabei 20 Tore erzielte und 13 Vorlagen gab. Zajc hat später die Tür zur slowenischen Nationalmannschaft zugemacht, weshalb man in dem Land seine glänzenden Leistungen im Dinamo-Trikot mit einem bitteren Beigeschmack betrachtet.
"Zajc erzielte das erste Tor für Dinamo, und das war ein wahres Meisterwerk", schreibt das slowenische Portal Ekipa, das sich auf sein Tor in der 32. Minute bezieht, wie die Jutarnji list berichtet. Neben Zajc verfolgt man im Nachbarland auch die Karriere von Raul Florucz mit großer Nostalgie, dem österreichischen Stürmer, der einst für Sesvete, Hrvatski dragovoljac, Lokomotiva und Jarun spielte. Er glänzte im Trikot des belgischen Klubs Royal Union SG, als er beim 3:3 gegen Bodø/Glimt zwei Tore erzielte.
"Was würden die Drachen in ihrer aktuellen Krise tun, wenn er und Zajc für sie spielen würden...", fragt sich Ekipa am Ende des Artikels, der von Sehnsucht nach etwas erfüllt ist, das derzeit unerreichbar scheint.