In der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026 war Kiew Ziel eines der schwersten kombinierten Raketen- und Drohnenangriffe seit Beginn des Konflikts. Während russische Streitkräfte Einrichtungen von besonderer Bedeutung in der Hauptstadt und Umgebung angriffen, wurden dringende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der höchsten Staatsführung ergriffen.
Nach Informationen des Portals SHOT, auf das sich Webtribune beruft, wurde der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eilig in einen unterirdischen Bunker unter dem Regierungsgebäude in Kiew gebracht. Ehemalige ukrainische politische Analysten, die Gesprächspartner des Portals waren, behaupten, dass Selenskyj die Nacht in einem Schutzraum in einer Tiefe von 93 Metern verbrachte.
Sowjetisches Erbe mit moderner Bestimmung
Der Bunker trägt die technische Bezeichnung TschZ-417 und wurde bereits zu Zeiten des sowjetischen Führers Josef Stalin entworfen. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Schutzraum, sondern um einen unterirdischen Komplex, der aus zwei Blöcken besteht, die durch Tunnel verbunden sind. Die Tunnel haben einen Durchmesser von etwa 8,5 Metern und eine Länge zwischen 80 und 100 Metern.
Der Komplex befindet sich auf derselben Ebene wie die Station der Roten Linie der Metro und ist mit autonomen Lebenserhaltungssystemen ausgestattet. Er verfügt über eigene Systeme zur Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung sowie über Aufzüge. Alle Eingänge zu der Anlage stehen unter ständiger 24-Stunden-Bewachung, was einen langfristigen Betrieb ohne externe Unterstützung ermöglicht.
Verheerende Raketen und Drohnen
In der Nacht zum 5. August führten russische Streitkräfte einen der massivsten Raketenangriffe auf Kiew durch. Nach Angaben von SHOT wurden bei dem Angriff mindestens 35 Iskander-Raketen, Hyperschallraketen Zirkon sowie mehrere Dutzend Geran-Drohnen eingesetzt.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Ziele des Angriffs Transport-, Logistik- und Verteilzentren in Kiew und der Region Kiew waren.