Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung getroffen, den Botschafter der Ukraine in Kroatien abzuberufen, wie am Donnerstag, dem 6. August 2026, bestätigt wurde. Die Entscheidung wurde auf den offiziellen Seiten des Präsidenten veröffentlicht, und der abberufene Botschafter Wassyl Kyrylytsch, wie ihn Tportal nennt, beziehungsweise Vasyl Kyrylytsch laut Dnevno.hr, hatte dieses Amt seit Dezember 2019 inne. Laut Dnevno.hr sorgte sein Beitrag über den Sturm "Oluja" bei den Kroaten für Aufsehen.
Breite Welle diplomatischer Abberufungen
Gemäß dem Präsidialdekret Nr. 709/2026 wurde Kyrylytsch von seiner Funktion als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Ukraine in der Republik Kroatien abberufen. Gleichzeitig beendete Selenskyj mit dem Dekret Nr. 710/2026 auch das Mandat des Botschafters in Albanien. Die heutige Welle von Abberufungen umfasst auch die ukrainischen Botschafter in Montenegro und Pakistan.
Diese Veränderungen sind kein Einzelfall. Nur wenige Tage zuvor hatte Selenskyj bereits die Botschafter in Singapur, Kirgisistan, Tadschikistan, Österreich, Tunesien und Libyen sowie die Botschafterin der Ukraine in den USA abberufen. Damit stieg die Zahl der abberufenen Leiter diplomatischer Missionen innerhalb kurzer Zeit auf zwölf.
Wer ist Wassyl Kyrylytsch?
Geboren am 28. Mai 1964 in der Oblast Lwiw in der Ukraine, war Kyrylytsch vor seiner Zeit in Kroatien als stellvertretender Direktor der Abteilung für konsularische Angelegenheiten im ukrainischen Außenministerium tätig. Bekannt ist er auch als Autor des ersten ukrainischen diplomatischen Kalenders.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist nicht bekannt, warum Kyrylytsch abberufen wurde, noch wer ihn auf dem Posten des Botschafters in Zagreb nachfolgen wird. Die Gründe für die Abberufung wurden auch für die anderen Diplomaten, die von dieser Welle betroffen sind, nicht genannt.
Selenskyj hat in den vergangenen Tagen eine umfassende Umstrukturierung des ukrainischen diplomatischen Korps durchgeführt, und die offiziellen Mitteilungen nennen keine konkreten Gründe für diese personellen Einschnitte.