35 Jahre seit der Ermordung von Stjepan Penić
Stjepan Penić, Journalist des Kroatischen Radios Vukovar sowie Korrespondent der Glas Slavonije und der Večernji list, wurde am 6. August 1991 in Dalj nach Folter getötet.
Stjepan Penić, Journalist des Kroatischen Radios Vukovar sowie Korrespondent der Glas Slavonije und der Večernji list, wurde am 6. August 1991 in Dalj nach Folter getötet.
Genau 35 Jahre sind seit dem 6. August 1991 vergangen, dem Tag, an dem Stjepan Penić in Dalj getötet wurde, der erste kroatische Journalist, dessen Leben während des Kroatienkrieges ausgelöscht wurde. Penić, geboren 1937, arbeitete als Journalist beim Kroatischen Radio Vukovar und veröffentlichte gleichzeitig in der Glas Slavonije und der Večernji list, wobei sein Opfer dauerhaft in die Geschichte des kroatischen Journalismus eingeschrieben bleibt.
Die dramatische Ereigniskette, die zu seinem Tod führte, begann am 1. August 1991, als die Jugoslawische Volksarmee und serbische paramilitärische Einheiten Dalj angriffen, den Ort, in dem Penić mit seiner Familie lebte. An diesem Tag wurde er aus seinem Haus geholt und nach dem ersten Verhör freigelassen. Die Freiheit war jedoch nur von kurzer Dauer: Bald wurde er erneut festgenommen.
Nach Angaben der Kroatischen Journalistenvereinigung wurde er während dieser zweiten Haft gefoltert, bevor er schließlich am 6. August 1991 getötet wurde.
Die Kroatische Journalistenvereinigung (HND) ehrte sein Opfer 1993 posthum mit der Besonderen Anerkennung für kroatische Journalisten, die im Kroatienkrieg gefallen sind, zusammen mit anderen Kollegen, die bei der Berichterstattung unter Kriegsbedingungen ums Leben kamen. Ein Jahr später, 1994, wurde am Gebäude der HND in Zagreb eine Gedenktafel mit den Namen der getöteten oder gefallenen Journalisten, Kameraleute und Techniker enthüllt, darunter auch der Name von Stjepan Penić.
Die dauerhafte Erinnerung an seinen Beitrag und sein Opfer bewahrt auch der Kultur- und Kunstverein in Dalj, der heute seinen Namen trägt, das Kroatische Kultur- und Kunstverein "Stjepan Penić". Dreieinhalb Jahrzehnte nach seinem Tod bleibt Penić ein Beispiel für Mut für alle Journalisten, die während des Kroatienkrieges, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, die Wahrheit über die Geschehnisse an den kroatischen Kriegsschauplätzen dokumentierten.