Der Zustand der Orljava in Slawonien ist kritisch geworden. Am Messpunkt bei Požega wurde ein Wasserstand von nur vier Zentimetern registriert, und Schätzungen deuten darauf hin, dass der Fluss, falls sich die Wetterlage nicht ändert, innerhalb von etwa zehn Tagen vollständig austrocknen könnte.
Ohne Niederschläge: Der Fluss am Ende
Hrvoje Šimunović, Reporter des HRT, übermittelte im Dnevnik HTV am 6. August 2026 die Besorgnis der Kroatischen Gewässer, die ein Szenario des vollständigen Verschwindens des Wassers aus dem Flussbett nicht ausschließen. "In den nächsten fünf bis sieben Tagen werden keine neuen Niederschläge erwartet, daher ist das Szenario eines möglichen vollständigen Austrocknens des Flussbettes der Orljava nicht unmöglich", erklärte Šimunović.
Ähnlich äußerte sich Dimitrije Stojković, Leiter der Wasserwirtschaftlichen Außenstelle für das kleine Einzugsgebiet Orljava-Londža. "Die Tendenz ist, dass, wenn sich diese klimatischen Bedingungen fortsetzen, also hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge, die Orljava leider in den nächsten zehn Tagen austrocknen könnte", warnte Stojković. Er fügte hinzu, dass gelegentliche kurze Schauer den Wassermangel in den Flussläufen und unterirdischen Reserven nicht ausgleichen könnten.
Trinkwasser ist ausreichend vorhanden
Trotz der düsteren Prognosen für den Fluss ist die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser nicht gefährdet. "Es gibt keinerlei Probleme mit der Trinkwasserversorgung; das Wasser kommt ganz normal zu den Haushalten und Verbrauchern", teilte das Städtische Wasserwerk mit.
Die Stabilität der Lieferung wird durch die Vielfalt der Quellen gewährleistet, die das regionale Wasserversorgungssystem der Požeština speisen. Es handelt sich um drei Grundwasserbrunnen, zwei Bergquellen und eine Oberflächenentnahme, was garantiert, dass die Wasserhähne nicht trocken bleiben.
Appell zum Sparen: Pools und Rasenflächen warten
Unabhängig von der derzeitigen Ausreichendheit des Wassers bitten die Verantwortlichen die Bürger um verantwortungsvolles Verhalten. Krešimir Prpić, technischer Direktor der Firma Tekija d.o.o., richtete einen konkreten Aufruf: "Wir appellieren an alle Menschen, das Bewässern von Rasenflächen und das Befüllen von Pools zu reduzieren, um eine normale Wasserversorgung über einen möglichst langen Zeitraum zu gewährleisten."
Prpić betonte, dass die Aussichten auf reichlichere und länger anhaltende Regenfälle in naher Zukunft gering sind, weshalb ein rationaler Wasserverbrauch entscheidend für die Aufrechterhaltung der Stabilität des Systems während dieser Trockenperiode wird.