Vor der Feier zum 31. Jahrestag der Militäroperation Oluja haben die Minister der kroatischen Regierung betont, dass Kroatien heute ein freier, unabhängiger und erfolgreicher Staat ist. Sie unterstrichen, dass alle außenpolitischen Ziele erreicht wurden, die der erste kroatische Präsident Franjo Tuđman gesteckt hatte.
Gefühle von Stolz und Freude überwiegen
Verteidigungsminister Ivan Anušić betonte, dass sich die Eindrücke mischen, aber "sicherlich Gefühle von Stolz und Freude überwiegen, dass wir es geschafft haben, als uns 1991 kaum jemand Chancen gab, 1995 die gesamte Kriegsgeschichte abzuschließen, den Krieg zu gewinnen und heute einen freien, unabhängigen kroatischen Staat zu haben".
Er erinnerte daran, dass Kroatien heute Mitglied aller euroatlantischen Integrationen ist, denen man 1990 beitreten wollte, und dass wir erreicht haben, wovon Generationen geträumt haben. "Heute haben wir sie seit 36 Jahren, 31 Jahre sind seit der größten und erfolgreichsten militärischen Operation vergangen, nicht nur in Kroatien, sondern auch anderswo. Ruhm und Ehre allen, die heute nicht bei uns sind, die ihr Leben im Kampf für den kroatischen Staat verloren haben. Heute sind wir in erster Linie ihretwegen hier, um ihnen zu huldigen und ihrer zu gedenken, aber auch um unsere Kameraden zu sehen, die sich auch heute hier versammelt haben. Auf jeden Fall sind wir stolz", betonte Anušić.
Überflug von drei Rafales während der Schweigeminute
Der Verteidigungsminister bestätigte die Bereitschaft der Armee für die Feierlichkeiten zum Jahrestag und kündigte an, dass während der Schweigeminute drei Rafales überfliegen werden. Einer von ihnen wird anschließend zurückkehren und die operativen Fähigkeiten sowohl des Piloten als auch des Flugzeugs demonstrieren.
Er äußerte sich auch zu den jüngsten Spannungen zwischen der Regierung und dem Staatspräsidenten bezüglich des Chefs des Generalstabs der Streitkräfte der Republik Kroatien, Tihomir Kundid, und versicherte, dass alles in Ordnung sei. Er betonte, dass heute ein Tag des Feierns sei und dass man ihn so begehen sollte, wie Kroaten es können, in Einheit und mit dem Ziel eines stärkeren und mächtigeren Kroatiens in der Zukunft.
Außenpolitische Ziele erreicht und Weg zur OECD
Außenminister Gordan Grlić Radman betonte, dass alles erreicht wurde, was Franjo Tuđman als Ziel gesetzt hatte, Kroatien ist in der Europäischen Union, in der NATO und ein Land, das alle seine außenpolitischen Ambitionen erfüllt hat. Was noch aussteht, ist die Mitgliedschaft in der OECD, aber auch hier ist das Land auf einem guten Weg, da alle geforderten Kriterien erfüllt sind.
Grlić Radman fügte hinzu, dass Kroatien mit den Nachbarländern des Westbalkans seine Erfahrungen und sein Wissen teilen kann, da die Stabilität dieser Region im Interesse liegt.