Die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, Kandidatin für das Amt der UN-Generalsekretärin, erklärte am Dienstag, sie hoffe, dass die Welt endlich bereit für eine Frau in dieser Position sei. "Wenn ich ehrlich bin, würde ich sagen, dass die Welt nicht bereit war", kommentierte Bachelet die bisherige Situation in den UN.
Erste Frau an der UN-Spitze?
In der 79-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen war noch nie eine Frau in der Position des Generalsekretärs. Der derzeitige Generalsekretär António Guterres beendet seine zweite Amtszeit im Jahr 2026, was die Möglichkeit für einen historischen Wandel in der Führung der wichtigsten internationalen Organisation eröffnet.
Bachelet bringt reiche Erfahrung in der internationalen Politik mit. Sie war die erste Präsidentin Chiles und übte diese Funktion in zwei Amtszeiten aus (2006-2010 und 2014-2018). Von 2018 bis 2022 diente sie als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Komplexer Wahlprozess
Der Wahlprozess für den UN-Generalsekretär ist traditionell politisch komplex, mit großem Einfluss der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats. Geopolitische Verhandlungen zwischen den Großmächten bestimmen oft die endgültige Wahl, was Bachelets Kandidatur noch bedeutsamer macht.
Neben Bachelet kandidieren auch andere Kandidaten aus verschiedenen Regionen der Welt für die Position. Die endgültige Entscheidung über den neuen Generalsekretär wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.
Bedeutung für die Geschlechtergleichstellung
Bachelets Kandidatur stellt einen wichtigen Schritt hin zur Geschlechtergleichstellung auf globaler Ebene dar. Ihre eventuelle Ernennung wäre ein historischer Moment, der künftige Generationen von Frauen in der internationalen Politik inspirieren könnte.
Die Erfahrung, die Bachelet mitbringt, von der Führung eines Landes bis zur Arbeit für Menschenrechte in den UN, macht sie zu einer starken Kandidatin für die wichtigste Position in der internationalen Diplomatie.