BBC hebt Dubrovnik als Stadt hervor, die den Übertourismus eingedämmt hat
Im Podcast 'People Fixing the World' wurde Dubrovnik neben Kopenhagen als Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung und Besuchermanagement präsentiert.
Im Podcast 'People Fixing the World' wurde Dubrovnik neben Kopenhagen als Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung und Besuchermanagement präsentiert.
Dubrovnik hat eine bedeutende internationale Bestätigung seiner Bemühungen im Kampf gegen den Übertourismus erhalten. Der BBC World Service hat in seiner Sendung People Fixing the World die kroatische Stadt als Beispiel für eine Gemeinde hervorgehoben, die mit konkreten Maßnahmen begonnen hat, die Folgen des Massentourismus zu bewältigen, ein Problem, das seit Jahren den Alltag ihrer Bewohner belastet.
In der Sendung waren Mato Franković, der Bürgermeister, und Jelka Tepšić, die als Beraterin für Kultur und Tourismus tätig ist, zu Gast. Das Gespräch mit der BBC-Journalistin Claire Bates wurde Anfang Juni 2026 aufgezeichnet, als sie Dubrovnik besuchte und vor Ort überprüfte, wie die städtischen Maßnahmen in der Praxis wirken.
Die BBC betonte besonders die Abkehr Dubrovniks von der traditionellen Politik, die den Erfolg des Tourismus ausschließlich an der Zahl der Ankünfte und Übernachtungen misst. In den letzten Jahren bemüht sich die Stadtverwaltung, den Druck durch die große Zahl von Touristen zu verringern, ihre Bewegungen besser zu verteilen und normale Lebensbedingungen für die ständigen Bewohner zu gewährleisten.
Die Journalistin Bates hob hervor, dass sie während ihres Aufenthalts persönlich die positiven Auswirkungen einer solchen Strategie gesehen habe. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und digitalen Systemen zur Überwachung der Besucherbewegungen.
Ein wichtiger Teil der Sendung war dem Wohnen in der historischen Altstadt gewidmet. Die Stadt wendet ein Vorkaufsrecht auf bestimmte Wohnungen an, renoviert eigene Immobilien und stellt sie jungen Familien sowie Familien mit mehreren Kindern zur Verfügung. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den langjährigen Trend der Abwanderung der lokalen Bevölkerung aus einem Gebiet zu stoppen, das stark von der Apartmentsierung und hohen Immobilienpreisen betroffen ist.
Über den Alltag innerhalb der Mauern der Altstadt sprach auch Silvana Bjelovučić, die Direktorin der Grundschule Marina Getaldić. Die Zahl der Schüler, die die Schule besuchen, und ihre Existenz sind entscheidende Indikatoren dafür, ob die historische Altstadt noch ein lebendiger Teil der Stadt ist oder sich allmählich in eine Kulisse verwandelt, die ausschließlich für touristische Besuche gedacht ist.
Dubrovnik wurde in der Sendung zusammen mit Kopenhagen präsentiert, einem international anerkannten Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung. Diese Art von Vergleich bringt nützliche Werbung, erhöht aber gleichzeitig die Erwartungen. Der tatsächliche Erfolg des Dubrovniker Modells wird nicht an der Zahl positiver Medienberichte gemessen, sondern an der Zahl der Familien, die innerhalb der Mauern bleiben werden, und an der Zahl der Bürger, denen der Tourismus nicht ihre Heimatstadt nehmen wird.